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Neustadt Die Welt im Wohnzimmer: Museum zur Stadtgeschichte zeigt Reiseandenken
Umland Neustadt

Neustadt: Museum zur Stadtgeschichte zeigt Reiseandenken

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19:23 02.12.2019
Hans-Erich Hergt (links) und Wolfgang Knebel präsentieren einige Stücke der Sonderausstellung „Weite Welt im Wohnzimmer“. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt

Eine Sonderausstellung mit Reiseandenken von allen Erdteilen eröffnet der Neustädter Museumsverein am Sonnabend, 7. Dezember, um 15 Uhr im Museum zur Stadtgeschichte. Zu sehen gibt es viele Erinnerungsstücke, die Neustädter aus aller Welt mitgebracht haben – darunter einiges, was nicht in Souvenirshops zu finden ist.

„Viele Dinge, die früher von Reisen mitgebracht wurden, könnte man heute gar nicht mehr im Flugzeug transportieren“, sagt Wolfgang Knebel. Zoll und rechtliche Auflagen der Herkunftsländer würden wohl zusätzlich den Transport einiger Ausstellungsstücke unterbinden. Knebel ist einer der Neustädter, der bis Mitte des nächsten Jahres zu Hause auf verwaiste Flächen schauen werden, weil er Stücke für die Sonderausstellung „Weite Welt im Wohnzimmer“ zur Verfügung gestellt hat.

Reiseerinnerungen aus aller Welt gibt es in der Sonderausstellung im Museum zur Stadtgeschichte zu sehen. Quelle: Mirko Bartels

Manche Reiseandenken haben nützlichen Wert

„In dieser Schale aus Damaskus habe ich sonst Nüsse“, sagt er mit einem Lächeln. Jetzt steht die Schale bis Ende Juni in einer Vitrine hinter Glas. Mitgebracht habe Knebel sie von einer Reise mit der Neustädter Gruppe Biblische Reisen und erinnert sich noch heute gern zurück. „Auch wenn es das Damaskus, das wir damals kennengelernt haben, heute gar nicht mehr gibt“, sagt Knebel. Der seit 2011 herrschende Bürgerkrieg in Syrien habe wohl vieles zerstört.

Historische Reiseandenken

Reiseerinnerungen aus aller Welt gibt es in der Sonderausstellung im Museum zur Stadtgeschichte zu sehen. Quelle: Mirko Bartels

Ein großer Teil der Stücke, die es zu sehen gibt, stammt aus der Zeit lange vor dem Massentourismus. Sie sind als Reiseandenken heute fast Kuriositäten: Steinbeile aus Neuguinea, ein Gerät, um Kokosnüsse zu zerlegen, Exponate aus Afrika oder ein brasilianischer Kopfschmuck, direkt vom Karneval aus Rio de Janeiro sind nur einige der vielen sehenswerten Erinnerungsstücke in der Ausstellung. „Manche Stücke sind echte Fundsachen“, sagt der Museumsvereinsvorsitzende Hans-Erich Hergt. Eines liegt unweit der Nussschale: der Uniformstern eines Wächters der legendären Gefängnisinsel Alcatraz. Den hat Hergt bei einem Besuch der Insel gefunden. „Die Anstecknadel war abgebrochen.

Spender erzählen ihre Geschichten

Reiseerinnerungen aus aller Welt gibt es in der Sonderausstellung im Museum zur Stadtgeschichte zu sehen. Quelle: Mirko Bartels

„Zu vielen Stücken gibt es eine Geschichte zu erzählen“, sagt Hergt. Grund genug, bei der Eröffnung jene Menschen zu Wort kommen zu lassen, die ihre Wohnzimmer ausgeräumt haben, um die Ausstellung zu füllen. „Sie sollen zur Eröffnung einige der Reiseerinnerungen und Anekdoten rund um die Exponate erzählen, sagt Hergt.

In der Sonderausstellung „Die weite Welt im Wohnzimmer“ zeigt das Museum zur Stadtgeschichte in Neustadt Reiseandenken. Einige historische Stücke sind kurios und würden es heute nicht mehr ins Land schaffen.

Ausstellung eröffnet am Sonnabend, 7. Dezember

Die Sonderausstellung wird am Sonnabend, 7. Dezember, um 15 Uhr im Haus der Kirche an Liebfrauen direkt neben dem Museum zur Stadtgeschichte eröffnet. Zu sehen sind die Andenken bis zum 28. Juni immer dienstags und donnerstags, jeweils von 15 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr. Außerdem sind Sonderöffnungen nach Vereinbarung möglich. Das Museumsteam ist unter Telefon (0 50 32) 9 43 18 erreichbar

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Von Mirko Bartels

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