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Neustadt Neue Messung zeigt höheren Nitratwert im Wasser
Umland Neustadt

Neustadt: Neue Messung zeigt höheren Nitratwert im Wasser

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21:00 07.05.2019
Bei Hagen ist ein neuer Trinkwasserbrunnen in der Erprobungsphase. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Ein leichter Anstieg beim Nitratwert im Wasser aus dem Wasserwerk Hagen ruft die Bürgerinitiative (BI) nitratfreies Trinkwasser auf den Plan. Nach zuvor 39 Milligramm pro Liter hat die neueste Messung jetzt 42 Milligramm ergeben. Der Grenzwert liegt bei 50 Milligramm. Für die BI ist das ein Zeichen, dass die Werte steigen – trotz aller Versuche von Wasserverband und Hagener Landwirten, sie zu senken. Seit 24 Jahren kooperiert der Wasserverband Garbsen-Neustadt mit den Bauern, die auf den Äckern rund um das Wasserwerk wirtschaften, um die Nitratwerte im Grundwasser zu senken. Das versuchen die Landwirte zu erreichen, indem sie weniger Stickstoffdünger ausbringen, mit Zwischenfrüchten und genauer Planung der Einsatztage auch die Menge der Rückstände im Boden zu verringern suchen.

Der Wasserverband hat die Entwicklung des Nitratwerts seit 1999 in einer Grafik dargestellt. Quelle: Wasserverband Garbsen-Neustadt

Nitratwert schwankt um 40 Milligramm pro Liter

Allerdings lässt die Wirkung nach wie vor auf sich warten, wie auch eine Grafik des Wasserverbands zeigt. Die Nitratkurve bewegt sich seit 1999 zwischen 30 und fast 50 Milligramm hin und her, in den Jahren 2006 und 2013 gab es deutliche Ausschläge nach oben. Eine Tendenz nach unten ist allerdings nicht zu sehen. Wasserverband-Sprecher Lars-Christian Burgdorff sagt, die Messwerte stellten jeweils nur eine Momentaufnahme dar. Die Analysen werden von der Firma Geo-data aus Garbsen erstellt, der Wasserverband hat keinen Einfluss auf Messtag oder vorgelegte Ergebnisse. „Das ist ja auch gut so“, sagt Burgdorff. Doch auch dem Wasserverband ist klar, dass die Nitratwerte wohl nicht so rasch sinken werden wie einmal erhofft.

Wasserverband hat neuen Brunnen in Hagen gebaut

Der Verband plant nun, den am stärksten belasteten Brunnen in Kürze vom Netz zu nehmen. Ein neuer Brunnen nördlich der Ortslage ist schon gebaut, aktuell werde noch geprüft, ob er die erwartete Leistung und Qualität erbringt, sagt Burgdorff. Andere Möglichkeiten wie die Beimischung von Wasser anderer Lieferanten oder physikalisch-chemische Denitrifizierung hatte der Verband geprüft. Doch von den technisch erreichbaren Nachbarverbänden hat keiner zugesagt, Wassermengen zuliefern zu können. Und die Aufbereitungstechnik wirkt sich einerseits auf die Gesamtqualität des Wassers aus, andererseits wirft sie neue Entsorgungsprobleme auf und treibt den Wasserpreis hoch.

Bürgerinitiative wünscht sich Wasser aus Schneeren

Wie die Lösung aussehen kann, wissen auch die Mitglieder der Bürgerinitiative nicht. Wünschen würden sich die Aktivisten, die großteils in Mardorf und Schneeren wohnen, dass ihre Dörfer künftig vom Schneerener Wasserwerk aus versorgt würden. Dort zapfen aktuell die Harzwasserwerke weiches und nitratarmes Wasser, dass dann an Versorger Richtung Bremen geliefert wird – über eine neue Entnahmegenehmigung wird aktuell verhandelt. „Wenn die beiden Dörfer nicht mehr aus Hagen versorgt werden, müssen ja vielleicht auch nicht mehr die besonders belasteten Brunnen dort genutzt werden“, sagt BI-Sprecher Thomas Rätzke. Ob sich dafür eine Mehrheit fände und es umsetzbar wäre, ist allerdings fraglich. Die Fachleute verweisen auf langfristige Verträge und fest verteilte Versorgungsgebiete.

Von Kathrin Götze

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