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Neustadt Politiker äußern sich zum Ferkelsterben
Umland Neustadt

Neustadt: Politiker äußern sich zum Ferkelsterben

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18:47 20.12.2019
In dieser Anlage in Mardorf starben mehr als 1200 Schweine. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt

Auch die kommunale Politik beschäftigt sich mit dem qualvollen Tod von 1260 Ferkeln in einem Maststall in Mardorf. Grünen-Rats- und Regionspolitikerin Ute Lamla stimmt dem Sprecher des Landvolks Mittelweser, Tobias Göckeritz zu, der von einer menschlichen Tragödie sprach. Auch für die Tiere sei der Fall tragisch, schwer zu verkraften für alle Beteiligten, sagt Lamla. Die verendeten Tiere waren am Sonntag entdeckt worden, vermutlich verhungert und verdurstet, nachdem die automatische Fütterungsanlage ausgefallen war.

Lamla: Grüne wollen auskömmliche bäuerliche Landwirtschaft

Die Grünen forderten weiter eine Wende in der Agrarpolitik, weg von der Massentierhaltung. „Wir arbeiten daran, dass eine Landwirtschaft zum Wohle von Tier und Natur mit einem entsprechenden Einkommen für die bäuerlichen Familien möglich ist“, sagt Lamla. Auf Regionsebene könnten die Grünen daran mitarbeiten, dass Bauern mit Förderprogrammen unterstützt werden, etwa bei der Anlage von Blühstreifen. Die Regionsgrünen haben einen kritischen Fragenkatalog an die Verwaltung geschickt: Wie hoch die Kontrolldichte sei, und wie die Verwaltung künftig Missstände dieser Art vermeiden wolle, fragen sie und wollen genau wissen, wie weit der Mardorfer Stall kontrolliert worden sei.

CDU-Vorsitzende Luft: Kein Generalverdacht

Die Vorsitzende der CDU Neustadt, Silvia Luft, warnt davor, aus dem Fall ein grundsätzliches Versagen der Landwirtschaft abzuleiten. „Das Versagen Einzelner kann aus meiner Sicht nicht zu einer generellen Überlegung von mehr Überwachung führen“, so Luft. Sie habe in Telefonaten mit Landwirten viel Fassungslosigkeit gespürt und glaube, dass sich die Landwirte ihrer Verantwortung gegenüber den Tieren sehr wohl bewusst seien. „Sicher ist es wichtig, dass die vorhandenen Kontrollorgane personell so ausgestattet werden, dass die bereits bestehenden Gesetze, Bestimmungen und Verordnungen auch in ihrer Umsetzung kontrolliert werden können“, sagt Luft noch. Ihr sei aber nicht bekannt, dass das nicht der Fall sei.

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