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Neustadt Ralf Wetzel aus Laatzen will Bürgermeister werden
Umland Neustadt

Neustadt: Ralf Wetzel aus Laatzen will Bürgermeister werden.

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16:32 15.05.2019
Ralf Wetzel tritt als Bürgermeisterkandidat für die Linke an. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt

Auch die Linke schickt einen Kandidaten ins Rennen ums Bürgermeisteramt: Ralf Wetzel, 62, aus Laatzen, tritt für die Linkspartei an – der Neustädter Jonas Iseke (21), der auch Interesse hatte, verfehlt das Mindestalter von 23 Jahren.

Einstimmig wählten die Neustädter Mitglieder Wetzel am Mittwochabend im Jedermanns. Seit bald zehn Jahren gibt er Schwimmkurse für Kinder ab drei Jahren im Therapiezentrum Oswald im Hachland – seine Verbindung nach Neustadt. In Laatzen ist der Kandidat seit 2011 im Rat und als stellvertretender Ortsbürgermeister der Ortschaft Laatzen (Alt-Laatzen, Grasdorf und Laatzen-Mitte) tätig.

Er hat einen spannenden Lebenslauf zu bieten: Geboren in Glauchau in Sachsen, Reifeprüfung und Ausbildung zum Chemiefacharbeiter in Berlin, Wehrdienst bis zum Rang des Unteroffiziers in Potsdam, stieg er 1979 zum Referenten für Jugendfragen, Körperkultur und Sport im Rat des Bezirks Berlin-Köpenick auf. Er legte ein Studium der Innenpolitik und Staatswissenschaften nach, wurde staatlicher Beauftragter des Stadtbezirksbürgermeisters für den Wahlkreis Alt-Köpenick, kam bis zur Abteilungsleitung.

Dann begann er, sich in der Friedensbewegung zu engagieren, gründete das neue Forum mit –vorbei war die Karriere als Rathauskader. Wetzel wurde zurück ins Chemiewerk geschickt. „Da saß ich zwischen allen Stühlen, bin nachher über die Tschechei in den Westen abgehauen“, sagt er. Noch ein Chemiewerk, Versicherungsvertreter, Tankwart, Kranken- und Altenpflegehelfer, seit 2003 Erwerbsunfähigkeitsrentner mit Nebentätigkeiten – Wetzel hat einiges vom Leben und Arbeitsleben gesehen.

Zur Politik kam er, als das alte Schwimmbad in Laatzen-Rethen von der rot-grünen Stadtspitze geschlossen und abgerissen wurde. „Das hat mich so geärgert, dass ich mich in den Rat der Stadt wählen ließ“, sagt Wetzel. Dass Sozialwohnungen gebaut werden und in Haushalten mit Kindern nicht mehr der Strom abgestellt werden soll, sei ihm besonders wichtig. Für Neustadt wünsche er sich „einen lebendigen Prozess mit allen Bürgerinnen und Bürgern, wie die Stadt mit ihren liebenswerten Ortsteilen fit gemacht werden kann für die Zukunft“, sagt er.

Wetzel ist der achte Kandidat, der sich bewirbt. Außer ihm treten Christina Schlicker (SPD), Stefan Porscha (CDU), Dominic Herbst (Grüne), Arne Wotrubez (FDP), die parteilosen Marco Lange und Jürgen Stach sowie Oliver Förste von „Die Partei“ an.

Von Kathrin Götze

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