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Neustadt Rat bringt Kita- und Schulprojekte auf den Weg
Umland Neustadt

Neustadt: Rat bringt Kita- und Schulprojekte auf den Weg

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18:06 20.09.2019
Hanna Dangers und ihr Vater Hartmut Dangers wollen mit einer Kita Kindern das Leben auf dem Bauernhof näher bringen. Quelle: Marleen Gaida (Archiv)
Neustadt

Das Projekt ist einmalig für das Neustädter Land – und auch weit darüber hinaus: Die Agrarwirtin und Erzieherin Hannah Dangers will auf dem elterlichen Hof eine Bauernhof-Kita eröffnen. Seit Donnerstagabend hat sie auch den Segen des Neustädter Rats für das innovative Konzept. Die Kinder sollen in dem ländlichen Umfeld Landwirtschaft und Tiere erleben und so spielend Erfahrungen mitnehmen, die vielen anderen Kindern inzwischen im Alltag fehlen.

Nun kann die Familie den Bauantrag für den notwendigen Umbau eines alten Schweinestalls stellen. Sie hoffe, dass die Bauarbeiten im nächsten Frühjahr beginnen können und dann gegen Ende des Jahres alles fertig ist. Eigentlich sollte sie zum Beginn des Kita-Jahres starten, doch das politische Verfahren zog sich vom Juni bis September. Eltern und auch mögliche Mitarbeiter hätten bereits Interesse bekundet, sagt Dangers, nun werde sie nach und nach alles regeln. Träger der neuen Kita ist die gemeinnützige Genossenschaft Kita Natura mit Sitz in Kiel, sie ist 2017 von Pädagogen und Landwirten gegründet worden. Bisher betreibt sie drei Kindergärten in Baden-Württemberg, ein weiterer in Dellstedt/Schleswig-Holstein steht kurz vor der Eröffnung.

Kita Büren soll auf drei Gruppen anwachsen

Auch die Kita im nahen Büren soll ausgebaut und von jetzt eineinhalb auf drei Gruppen erweitert werden – bei der stetig wachsenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen sei auch nicht zu befürchten, dass sich die beiden Einrichtungen in den Nachbardörfern Konkurrenz machen würden, sagte Ratsfrau Magdalena Itrich. Die Verwaltung schätzt die Kosten für die Sanierung des alten Schulgebäudes, sowie Abriss und Neubau eines Nebengebäudes inklusive Interimslösung und Ausstattung auf rund 2,3 Millionen Euro, von denen aber knapp 340.000 Euro aus Fördertöpfen finanziert werden könnte.

Leiterin Kerstin Schiller im Garten der Kita Büren. Quelle: Mario Moers

Das Einzugsgebiet der Kita reicht weit über das Dorf Büren hinaus, dort werden aktuell 30 Kinder aus zwölf Ortschaften im Umkreis betreut. Die Verwaltung hatte für den Ausbau drei Varianten vorgeschlagen, die nun gewählte ist auch die, die Kita-Leiterin Kerstin Schiller bevorzugt. Mit dem Anbau kann der Betrieb wie gewohnt weiterlaufen, die anderen Varianten hätten einen Umzug der Gruppen in Container erfordert.

An Schulentwicklung wird weiter geplant

Auf den Weg gebracht sind auch die weiteren Pläne für die Grundschulen Mandelsloh/Helstorf und Schneeren. Die Grundschule Mandelsloh-Helstorf soll langfristig an einem Standort vereint werden. Die Grundlage für die Entscheidung, welcher das sein wird, soll eine Steuerungsgruppe aus Schule und den benachbarten Kitas legen – die Kitas organisieren die Hortbetreuung. Sie sollen in einer sogenannten „Phase Null“ den pädagogisch angezeigten Raumbedarf festschreiben. Auf dieser Grundlage wolle man dann entscheiden, wo sich dieses Konzept am besten umsetzen lasse, sagte der Schulausschussvorsitzende Johannes Laub in der Ratssitzung. Möglicherweise werde sich dann herausstellen, dass die Investition in eine neue Mensa in Mandelsloh umsonst war, merkte FDP-Politiker Thomas Iseke an.

Mandelslohs Ortsbürgermeister Günther Hahn freut sich über die neue Mensa an der Grundschule Mandelsloh. Quelle: Mario Moers

Die Grundschule Schneeren muss erweitert werden. Dort hat der Rat grünes Licht für die weitere Planung gegeben. Dafür soll ebenfalls die Nachmittagsbetreuung einbezogen werden. Wichtig sind auch Anhaltspunkte dafür, ob Sanierung und Ausbau die bessere Lösung sind oder Abriss und Neubau der Schule.

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Von Kathrin Götze

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