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Neustadt Dorfladen Mariensee ist Vorbild in der Region
Umland Neustadt Dorfladen Mariensee ist Vorbild in der Region
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14:15 18.03.2019
Die Ladenleitung Kathrin Reimann (von links) sowie die Geschäftsführerinnen Renate Baulain und Nadja Bolte freuen sich über den großen Zuspruch für den Dorfladen. Quelle: Marleen Gaida
Mariensee

Geschäftiges Treiben im Dorfladen: Eine Delegation aus der Region Hannover ist gekommen, um gemeinsam mit Vertretern anderer Dorfläden aus dem Umland das Konzept in Mariensee zu begutachten und sich auszutauschen. Johannes Schmunkamp von der AG Zukunft Bokeloh ist auch dabei. Er steckt mitten in den Planungen für einen ähnlichen Laden in dem Ortsteil von Wunstorf. „Hier gibt es eine sehr schöne Frischetheke. Und so einen Kühlschrank mit Fleischprodukten von Engelking möchten wir auch einrichten“, sagt er

Dorfladen Mariensee ist deutschlandweites Vorbild

Die Geschäftsführerinnen Nadja Bolte, Renate Baulain und Iris Lehnert-Finke, die heute aus terminlichen Gründen nicht dabei sein konnte, können sich über den Erfolg ihres Ladens freuen, aber er bedeutet auch Terminstress. Medien aus ganz Deutschland wollen über das Erfolgskonzept der Frauen berichten. Gerade mussten sie das Treffen mit einem TV-Team für einen Beitrag ablehnen. Eine bekannte Frauenzeitschrift hat jüngst eine mehrseitige Reportage über das Dorfladen-Wunder veröffentlicht. Obwohl es auch bei den Gründerinnen aus Mariensee Dinge gab, die nicht glatt liefen. Sonja Beuning von der Region Hannover betreut und berät die Dorfläden der Region. Sie weiß um die Probleme der ländlichen Startups. In Mariensee sei es besonders schwer gewesen, Geld mit Hilfe von Genossenschaftsanteilen zu akquirieren. „Das hat hier ungewöhnlich lange gedauert“, meint Beuning.

Fachteam organisiert Schulungen

Beuning hat das Netzwerk-Treffen für die Laden-Initiativen in Mariensee organisiert. Ihr Ziel ist es, dass die Betreiber sich untereinander zu aktuellen Themen austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Sie betont, man könne das Modell Mariensee nicht auf jedes andere Dorf beliebig anwenden. Deswegen unterstütze ihr Fachbereich Planung und Raumordnung interessierte Initiativen mit sogenannten Machbarkeitsstudien. Auch Schulungen zu den Themen Hygiene, Social Media und Kalkulation organisiert das Fachteam für Interessierte. Ein ganz wichtiger Punkt sei die Präsentation von Waren. „Da gibt es ganze Studien zu“, erklärt Beuniger.

Renate Baulain von der Geschäftsführung ist besonders stolz auf die regionale Ecke, die mit Produkten von 21 lokalen Anbietern glänzt. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal. Und es werden immer mehr Waren aus der Region“, freut sich Baulain.

Von Marleen Gaida

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