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Neustadt Rettung vor Mähmaschinen: Nabu sucht Kitze mit Drohne
Umland Neustadt

Neustadt: Rettung vor Mähmaschinen: NABU sucht Rehkitze mit Drohne

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09:00 29.05.2019
Jungfernflug der NABU-Drohne: Caesare Piro (links), Marcel Wiegmann und Reinhard Hoffknecht testen das Gerät. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt

„Der erste große Schritt ist getan. Dennoch wartet noch eine Menge Arbeit auf uns, bis das Projekt Kitzrettung richtig durchstarten kann,“ sagt NABU-Vorsitzender Reinhard Hoffknecht. Der erste Schritt ist in diesem Fall die Anschaffung einer Drohne, mit der Rehkitze per Thermokamera aus der Luft aufgespürt werden sollen, um sie vor den todbringenden Messern der Mähmaschinen zu retten. Die Vorplanung hat einige Monate gedauert. Jetzt hat Cesare Piro, Geschäftsführer der Firma Copter Expert, das Fluggerät an den NABU übergeben und die neuen Drohnen-Piloten gleich eine Platzrunde über die Wiese drehen lassen.

Große Resonanz auf das Projekt

„Wir freuen uns über die positive Resonanz in der Bevölkerung. Einige Vereine haben spontan gespendet, nachdem sie von dem Plan gehört haben. Mit dabei waren der Lions Club Neustadt und eine Freimaurerloge aus Nienburg“, sagt Hoffknecht. Viele kleine Spenden habe es direkt von Neustädtern gegeben, denen das Tierwohl am Herzen liegt. Hauptförderer sei bislang die Niedersächsische Bingo Umweltstiftung. „Ohne sie hätten wir die Drohne noch nicht kaufen können“, sagt der Vorsitzende. Mehr als 4700 Euro gab es aus dem Topf der Stiftung, ein Löwenanteil zum Start der Aktion.

Bis das Fluggerät erstmals zum Einsatz kommt, wird noch Zeit vergehen: Die Ausrüstung sei noch nicht komplett – einiges sei vom Hersteller zurzeit nicht lieferbar, sagt Hoffknecht. Die Drohnen-Piloten können diese Zeit für Probeflüge und zur Einarbeitung in die Software nutzen. Drei gibt es im Moment – weitere sollen in der nächsten Zeit ausgebildet werden, um die Aktion zu unterstützen.

Anfragen von Jägern und Bauern

Das Interesse für die Suchhilfe aus der Luft sei auch bei Jägern und Bauern groß. Einige hätten bereits angefragt. „Die mussten wir leider bislang noch vertrösten“, sagt Hoffknecht. Wenn es nicht um Rehkitze geht, kann sich der Vorsitzende auch andere Einsatzmöglichkeiten für das Fluggerät vorstellen – wie das Monitoring von Gelegen oder die Dokumentation anderer schwer zugänglicher Projekte.

„Wir sind auch für die Zukunft auf Zuwendungen und Spenden angewiesen. Die Pilotenausbildung, Flugakkus und das weitere Equipment kosten natürlich auch Geld und müssen finanziert werden, um die Tiere zu retten“, betont Hoffknecht. Wer sich beteiligen möchte, findet die notwendigen Daten auf der Internetseite nabu-neustadt.de.

Von Mirko Bartels

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