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Neustadt Anwohner sauer über plötzliche Sperrung
Umland Neustadt Anwohner sauer über plötzliche Sperrung
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00:19 14.04.2019
In Scharrel versammeln sich die Bürger an der Brückenbaustelle. Quelle: Marleen Gaida
Scharrel

Die Bürger aus Scharrel sind sauer. Seit Mittwoch wird die Brücke über die Neue Auter erneuert und sie müssen einen großen Umweg zur Arbeit oder für ihre Besorgungen zurücklegen. 
Während der Bauarbeiten wird die Kreisstraße 315 im Bereich der Brücke für ein halbes Jahr voll gesperrt. Der Autoverkehr wird über Metel, Averhoy und Basse umgeleitet. Isabel Jahnke aus Scharrel hat sich ausgerechnet, was die Umleitung für sie bedeutet. „Durch den Umweg fahre ich 500 Kilometer mehr pro Monat.“ Aber was für die Scharrelerin viel schlimmer ist: „Die Baustelle hat ihre Berechtigung, aber die Belastung für die Natur durch die Mehrkilometer stört mich.“ Und auch Jürgen Pieper meint: „Was da jeden Tag an Sprit verschleudert wird.“ Von Scharrel Ortsmitte bis Neustadt Gewerbegebiet-Ost müssen fünf Kilometer mehr eingeplant werden als bisher. Otternhagen erreicht man jetzt nur noch über Scharnhorst oder zu Fuß.

Bürger aus Scharrel wollen Wirtschaftswege nutzen

Für den Busverkehr ist eine Umleitung über einen Wirtschaftsweg geplant, der aber für den öffentlichen Verkehr nicht freigegeben ist. Die Scharreler fordern jetzt, das sie mit einem Berechtigungsschein für Anwohner auch die Wirtschaftswege zum Am Kleegarten nutzen dürfen wie Regiobus. Verkehrskoordinator Benjamin Gleue versteht die Sorgen der Bürger, sagt aber: „Den in der Verlängerung der Straße Am Kleegarten gelegenen Wirtschaftsweg als offizielle Umleitungsstrecke auszuweisen und für den Anliegerverkehr freizugeben, ist aufgrund fehlender Verkehrssicherheit unmöglich.“ Die Breite des Wirtschaftsweges würde nicht ausreichen, um dort Gegenverkehr zuzulassen, erklärt Gleue weiter.

Die Bürger stört vor allem, dass sie von der Region Hannover zu kurzfristig über den Start der Bauarbeiten informiert wurden. Eine Pressemitteilung von der Region Hannover mit Ankündigung des Baubeginns ging erst am 4. April an die Öffentlichkeit, die Arbeiten starteten am 10. April.

Auch wenn eine Umleitung über die Wirtschaftswege für Bürger definitiv nicht möglich ist, sagt Gleue, hat der Verkehrsexperte einen anderen Lösungsvorschlag parat. „Wir können anbieten, dass wir das Parken für acht bis zehn Autos vor der Vollsperrung aus Richtung Otternhagen erlauben.“ Damit bestehe für Bürger aus Scharrel die Option, zu Fuß zum Auto zu gehen, um dann direkt nach Otternhagen zu fahren, statt die ausgewiesene Umleitung über Basse zu nehmen. Die Region Hannover habe bereits ihre Zustimmung gegeben.

Von Marleen Gaida

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