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Neustadt Service Clubs spenden für Rollstuhl-Schaukel in Mardorf
Umland Neustadt Service Clubs spenden für Rollstuhl-Schaukel in Mardorf
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13:59 15.04.2019
Lilly sitzt im Rollstuhl und kann jetzt auch schaukeln. Eine 30.000 Euro Spende von sieben regionalen Service-Clubs macht es möglich. Mit ihr freuen sich (von links) Axel Preiskorn, Lions Club Stolzenau, Hubert Paschke, Ortsbürgermeister von Mardorf, Angelika Zaizek von Medi terra, Reinhard Sänger, Lions Club Neustadt, Anne Schilling, Müttergenesungswerk, Peter Schmithüsen, Lions Club Nienburg, Gabriele Arndt Sandrock, Rotary Club Rehburg-Loccum, Birgit Hammerich, Rotary Club Nienburg-Neustadt und Willi Engelmann, Rotary Club Stolzenau Quelle: Dirk von Werder
Mardorf

Lilly gehört zu den ersten Kindern, die beim großen Familienfest auf Mardorfs neuem Spielplatz die neue Rollstuhlschaukel ausprobieren konnten. Das Spielplatzprojekt ist etwas ganz besonderes: sieben regionale Service Clubs, Rotarier und Lions aus Nienburg, Neustadt und Stolzenau, haben sich zusammengetan, um gemeinsames pflegebedürftigen Kindern und ihren Eltern Lebensqualität zu schenken.

Sie fühle sich wie als Kind am Weihnachtsabend, „wenn der größte Wunsch in Erfüllung gegangen ist“. Angelika Zaizek, Leiterin des Medi terra-Therapiezentrums in Mardorf war am Sonnabend bester Laune. Sie eröffnete um 15 Uhr ein Freudenfest, wie es das Zentrum, das Eltern und ihren behinderten Kindern Auszeiten vom Alltag ermöglicht, nur selten erlebt. Der Grund für die Feier: Der Spielplatz auf dem Gelände präsentiert sich runderneuert – mit originellem und modernem Spielgerät, dass Kinder mit und ohne Handicap jede Menge Spaß bietet. Stärkstes Einzelstück ist eine Schaukel für Rollstuhlfahrer.

„Sie können sich nicht vorstellen, wie glücklich wir über ihre Unterstützung sind“, bedankte sich Zaizek bei den Vertreter der insgesamt sieben Rotary und Lions Clubs, deren Mitglieder zusammen 30.000 Euro für die behindertengerechte Ausstattung des Spielplatzes aufbrachten. Die Kooperation der sieben, regionalen Service Clubs ist eine Premiere. Alle Clubmitglieder hatten sich im Sommer 2018, auf Anregung von Axel Preiskorn, auf das Gemeinschaftsprojekt verständigt.

Das Therapiezentrum in Mardorf, einst DRK-Heim und mittlerweile im Besitz der Gesellschaft Medi terra, ist ein passender Adressat. Dort gibt es 50 Kurplätze für Mütter und Väter, die Kinder mit Behinderung pflegen und betreuen. „Die Umsorgung des gehandicapten Kindes nimmt im Leben der Eltern viel Raum ein. Oft bleibt nur wenig Zeit, um auf die eigene Gesundheit zu achten“, schildert Einrichtungsleiterin Zaizek. Dank des Therapiezentrum bekommen Eltern Anregung und Gelegenheit, sich um ihre eigene Gesundheit zu kümmern, während der Nachwuchs betreut wird. Ein Angebot, das bundesweit nur drei Mal existiert.

30.000 Euro haben die sieben Service-Clubs in der Summe zur Verfügung gestellt, dafür die Schaukel für Rollstuhlfahrer angeschafft, außerdem ein hölzernes Schiff zum Spielen und Klettern sowie Sonnensegel für die große Sandkiste. Und da Geld für Lions und Rotarier die eine Art zu helfen ist, und tatkräftige Mitarbeit die andere, haben Mitglieder der Clubs das Spielplatzgelände teilweise neu gestaltet, Hecken angelegt und Bäume gepflanzt. „Das war für uns alle eine großartige Erfahrung", berichtet Birgit Hammerich, selbst Landschaftsgärtnerin und Präsidentin des Rotary Clubs Nienburg-Neustadt.

Für das Gemeinschaftsprojekt gab es am Sonnabend auch von offiziellen Gästen großes Lob, vorneweg Anne Schilling. Die Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes kam aus Berlin angereist. Sie zitierte Elly Heuss-Knapp, Gründerin des Werkes: „Es ist köstlich viel zu tun - und Arbeit, die Freude macht, weil sie nützt. Daher passen wir gut zusammen: Müttergenesungswerk, Rotary und Lions“, sagte Schilling. Mardorfs Ortsbürgermeister Hubert Paschke war ebenso begeistert und würdigte die „großartigen, sozialen Leistung“ in seiner Rede.

Von Patricia Chadde

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