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Neustadt So modern ist das Mutter-Kind-Zentrum am Klinikum Neustadt
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Neustadt: So modern ist das Mutter-Kind-Zentrum am Klinikum Neustadt

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18:20 26.01.2020
Steffi Wegener (von rechts) probiert mit der werdenden Mutter Sabrina Schultenkämper den komfortablen Stillsessel aus. Quelle: Patricia Chadde
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Neustadt

Sabrina Schultenkämpers Geburtstermin ist in einem Monat. Sie ist schon sehr aufgeregt, erzählt die 33-Jährige, die an diesem Tag gemeinsam mit ihrem Mann Norman die modernisierte Geburtshilfe und die Neugeborenen-Intensivstation am Klinikum Region Hannover (KRH) in Neustadt besichtigt. Am 3. Februar werden die umgestalteten Stationen offiziell in Betrieb genommen.

„Im letzten Jahr waren wir schon bei der Kreißsaalführung“, erzählt der angehende Vater. Am Eingang zur Station werden sie von Hebamme Christina von Hörsten begrüßt. „Schön, dass Du hier bist“, steht auf Pappherzen, die sie überreicht. Schon nach einer Stunde sind 190 dieser Herzen verteilt, denn das Interesse ist groß.

Die Zimmer, Behandlungsräume und Flure im Mutter-Kind-Zentrum im vierten Stock sind hell und freundlich, die Wände sind in dezenten Farben wie zartrosa und hellgrün gestrichen. Nach dem Umbau verfügen sechs Zimmer auf der Wöchnerinnenstation über eine eigene Dusche mit WC.

In der Frauenklinik gibt es zukünftig Platz für 34 Patientinnen, auf der Geburtsstation können je nach Belegung bis zu vier Familienzimmer angeboten werden.

Im Bereich der Neugeborenen-Intensivstation, auf der bis zu acht Säuglinge behandelt werden können, gibt es ein sogenanntes Rooming-in-Zimmer. Dort können Mütter gemeinsam mit ihrem Baby versorgt werden.

Hebamme Christina von Hörsten begrüßt die Besucher mit einem Pappherzen, auf dem steht: „Schön, dass Du hier bist“. Quelle: Patricia Chadde

„Wir haben bei unserer Arbeit ein sehr familiäres Klima“, sagt Krankenschwester Ute Jagemann. Sie freut sich über ein Wiedersehen mit dem sieben Monate alten Noah und seinen Eltern Meike und Gregor Jaeckel. Seit Jahresbeginn seien in Neustadt bereits 76 Kinder zur Welt gekommen.

Informationen rund um die Geburt

Bei dem Tag der offenen Tür sind Infostände für die verschiedenen Themenbereiche aufgebaut. So erläutert Anästhesist Michael Ziegler schmerzlindernde Möglichkeiten für die Geburt. „Das Schmerzempfinden ist total individuell“, sagt er. „Beim zweiten Kind komme ich gerne wieder“, sagt Carolin Doert (25) aus Garbsen. Ihr Sohn Jack kam hier vor sieben Wochen auf die Welt.

Anästhesist Michael Ziegler unterhält sich mit Carolin Doert (25) aus Garbsen, die ihren Sohn Jack vor sieben Wochen entbunden hat. Quelle: Patricia Chadde

Assistenzärztin Joana Lehfeld beantwortet alle Fragen rund um die Geburt – von der Badewanne für Gebärende über mögliche Stellungen bei der Geburt bis zu Intensivbetten für Neugeborene. Geburtshilfe und Kinderklinik arbeiteten in Neustadt schon seit Jahrzehnten Hand in Hand, sagt sie. Das würden Eltern als großen Vorteil werten.

Für Männer bietet der Tag außerdem die letzte Gelegenheit, das Stillzimmer mit den komfortablen Sesseln in Augenschein zu nehmen. Sonst ist dieser Bereich nur für die Frauen vorgesehen. Mit Steffi Wegener kann man das Anlegen üben. „Stillen ist wieder voll im Trend“, sagt sie.

Speisen selbst auswählen

Zukünftig gibt es Mahlzeiten nicht zu festgelegten Zeiten, sondern als Büfett im Speisezimmer. An diesem Tag stehen Ruth Meier und Tochter Linda Nolte hinter der Vitrine und bieten gespendete Leckereien an, die von den Mitarbeitern selbst gebacken wurden.

„Die Station ist traumhaft schön geworden, man könnte glatt wieder anfangen“, erzählt Ruth Meier schwärmend, die hier als Stationsassistentin gearbeitet hat.

Für die fachgerechte Ernährung des Nachwuchses steht mit der ausgebildeten Kinderintensivschwester Astrid Mahler außerdem eine Stillberaterin bereit, die darüber hinaus das Still- und Babycafé leitet. Ihre Mutter Regina Behrmann nutzt die Gelegenheit, den modernen Arbeitsplatz ihrer Tochter in Augenschein zu nehmen.

Als Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe unterhält sich Dr. Hubert K. Sommer mit dem vierjährigen Titus Aurelius. Auch Stephanie Arndt interessiert sich für die neu geschaffenen Angebote der Station. Quelle: Patricia Chadde

Chefarzt Hubert Sommer und sein Team freuen sich über das Interesse und die positiven Rückmeldungen. Ein Jahr dauerte der Umbau, denn „wir haben intensiv ertüchtigt“, wie es der Chefarzt formuliert. Die Planung dauerte neun Monate – so lange wie eine Schwangerschaft.

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Von Patricia Chadde

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