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Neustadt So soll die neue B-6-Anschlussstelle Himmelreich aussehen
Umland Neustadt

Neustadt: So soll die neue B-6-Anschlussstelle Himmelreich aussehen

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14:00 15.02.2020
Die Brücke der B 442 über die B 6 bei Himmelreich soll mit einem Neubau ersetzt werden. Quelle: Kathrin Götze
Himmelreich/Neustadt

Ein Schwenk der Brücke Richtung Osten, längere Auf- und Abfahrtstreifen und zwei neue Kreisverkehre: So soll die neue Anschlussstelle zwischen den Bundesstraßen 6 und 442 bei Himmelreich künftig aussehen. Das geht aus den Planfeststellungsunterlagen hervor, die aktuell bei der Stadt Neustadt ausliegen. Bis zum 4. März können Einwendungen gegen die Planung vorgebracht werden. Der Baubeginn ist für September 2021 vorgesehen.

Die Brücke muss erneuert werden, weil sie nach neuer Statikberechnung auf Dauer nicht tragfähig ist, wie viele ähnliche Bauwerke deutschlandweit. Der Neubau sei also zwingend erforderlich, heißt es aus der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Man nehme die Gelegenheit wahr, dann an dem Knotenpunkt weitere Verbesserungen vorzunehmen, erläutert Uwe Schindler, Geschäftsführer des zuständigen Fachbereichs Nienburg.

Auf- und Abfahrtstreifen sollen länger werden

Die Brücke wird leicht nach Osten verschwenkt. Nach Schindlers Angaben geht es darum, rechte Winkel zu bekommen und so Platz für geplante Verlängerungen der Beschleunigungs- und Verlangsamungsstreifen zu schaffen. Diese verlaufen dann auch unter der Brücke. „Dort ist seit Jahren ein Unfallschwerpunkt, den wir entschärfen wollen“, sagt Schindler.

Auch die Auf- und Abfahrten selbst werden neu gestaltet: An der Bundesstraße 442 entstehen südwestlich und nordöstlich der B 6 Kreisverkehre. „Wir hätten bei dem Verkehrsaufkommen dort sonst Lichtzeichenanlagen aufstellen müssen, aber im Kreisel fließt der Verkehr ja deutlich besser“, sagt Schindler. Wer aus Richtung Neustadt von der B 442 auf der Landesstraße 192 durch Himmelreich weiter fahren möchte, der biegt nach dem Umbau am Kreisel rechts ab, geradeaus geht es zur Auffahrt.

Die Anschlussstelle Himmelreich bekommt zwei Kreisverkehre, die Brücke wird leicht verschwenkt. Quelle: Quelle LGN, Grafik: Llorens Gracia

Anschluss für Bahnbrücke ist mitgedacht

Auf Himmelreicher Seite ist dann gegenüber der Auffahrt noch ein weiterer Anschluss an den Kreisverkehr vorgesehen, über den einerseits die Straße im Lehmstich zu erreichen ist, andererseits auch Platz für den Anschluss einer möglichen Brücke über die Bahngleise vorgehalten wird. eine solche Planung liegt bereits seit mehr als 30 Jahren vor. Sie sei allerdings 1989 in der Nachwendezeit auf Eis gelegt worden, berichtet der stellvertretende Ortsbürgermeister Heinrich Dettmering (CDU), der in Sichtweite der Anschlussstelle wohnt und dem Ortsrat bereits seit den Siebzigerjahren angehört.

Anwohner begleiten Pläne kritisch

Gemeinsam mit dem ehemaligen Ortsbürgermeister Werner Herrmann aus Empede und einem weiteren Anlieger ist Dettmering schon mehrfach bei der Behörde gewesen, um Verbesserungsvorschläge anzubringen, wie er berichtet. Man hätte Zweifel gehabt, ob ein so umfassender Umbau wohl notwendig sei und sich erkundigt, ob bei der Planung wohl auch die Deutsche Bahn mit eingebunden worden sei. Denn die sei ja schließlich für den Bau einer Brücke über das Gleis zuständig. „Ich bin gespannt, ob ich den noch erlebe“, sagt Dettmering, der am Sonnabend 75 Jahre alt wird.

Laut dem städtischen Verkehrskoordinator Benjamin Gleue ist Himmelreich der dritte ebenerdige Bahnübergang, den die Stadt ersetzen will. Der Bau einer Brücke über die Gleise in Poggenhagen ist für 2023 geplant, anschließend wolle man den Übergang Siemensstraße in der Kernstadt angehen. dann folgt Himmelreich.

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Von Kathrin Götze

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