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Neustadt Tempo-Messanhänger soll im Oktober kommen
Umland Neustadt

Neustadt: Tempo-Messanhänger soll im Oktober kommen

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00:16 19.05.2019
Transport als Anhänger, Aufstellung als Station: So soll Neustadts neues mobiles Blitzgerät aussehen. Quelle: Markus Kohler
Neustädter Land

Die Polizei ist schon seit Wochenbeginn dabei, den Verkehr verstärkt zu überwachen: Sowohl am Dienstag als auch am Mittwochvormittag haben jeweils sechs Beamte vom Neustädter Kommissariat gemessen. Diesmal standen sie an der Moorstraße, an der Lindenstraße sowie an der Abbenser Straße, Ecke Heidbraake in Helstorf. Sie winkten insgesamt 44 Fahrer nach Überschreitungen heraus. Bereits am Montag hatten die Beamten 33 Verstöße gemeldet.

Neben einem Gurt- und einem Rotlichtverstoß wurden bei einer Kontrolle an der Landwehr überdies vier Fahrer festgestellt, die während der Fahrt ihr Mobiltelefon benutzten – dafür werden 100 Euro Bußgeld fällig. Ein 21-jähriger Audi-Fahrer stand unter Drogen, er musste zur Blutprobe. Ein solcher Verstoß kann 500 Euro Bußgeld und einen Monat Führerscheinentzug bedeuten. Auch in den nächsten Wochen werden die Schwerpunktkontrollen weitergehen, wie Alexander Benne berichtet, der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes (ESD).

Stadt will Blitzeranhänger anschaffen

Bald kann auch die Stadt wieder auf Jagd nach Temposündern gehen: Eine so genannte semistationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage soll in Kürze bestellt und voraussichtlich Anfang Oktober geliefert werden. Die Firma Jenoptic aus Monheim soll das Gerät, das landläufig als Blitzeranhänger bekannt ist und in beide Richtungen messen kann, für knapp 175.000 Euro liefern – vorausgesetzt, der Verwaltungsausschuss gibt Ende Mai seine Zustimmung.

Das Messgerät steckt in einem fahrbaren Anhänger, der diebstahlssicher am Straßenrand abgestellt wird – sein Vorteil ist, dass er für den Betrieb kein Personal vor Ort braucht. Der Kauf des Geräts ist bereits seit längerer Zeit in Planung, weil die Stadt sich eine intensivere Kontrolle wünscht, als es die Polizei alleine leisten kann. Voraussichtlich werde es Anfang Oktober geliefert, könne dann bald in Betrieb gehen, sagt der städtische Verkehrskoordinator Benjamin Gleue.

Kontrollpunkte sind nicht frei wählbar

Vielfach gibt es Beschwerden, vor allem auf den Ortsdurchfahrten werden die Tempolimits besonders häufig und krass überschritten. Allerdings dürfe man nicht überall einfach den Anhänger aufstellen, sagt Gleue. Kontrollpunkten müssen gemeinsam mit der Polizeiinspektion Garbsen festgelegt werden. Dafür gelten strenge Vorgaben: Unfallzahlen, Gefahrenpotenzial, Verkehrsströme und tatsächlich gefahrene Geschwindigkeiten werden überprüft, auch gilt ein Abstandsgebot von 150 Metern zum Tempolimit- oder Ortsschild. Ein neuer Messpunkt sei kürzlich an der Ortsdurchfahrt Welze eingerichtet worden, sagt Gleue. Weitere liegen beispielsweise an der L 360 in Schneeren und Mardorf, an der L 193 in Suttorf und Esperke, an der L 192 zwischen Hagen und Dudensen sowie an der B 442 in Poggenhagen, Höhe Schule.

Nachdem eine Kooperation mit der Gemeinde Wennigsen beendet war, hatte die Stadt jetzt mehr als ein Jahr lang keinen Zugriff auf mobile Messgeräte. Die Region Hannover sprang ein, und maß zwei- bis viermal im Monat, doch der entsprechende Vertrag lief im Dezember aus.

Von Kathrin Götze

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