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Neustadt Viele Gäste, straffer Ablauf, kurzweilige Reden: Neujahrsempfang findet Anklang
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Neustadt: Viele Gäste, straffer Ablauf, kurzweilige Reden: Neujahrsempfang findet Anklang

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19:33 29.01.2020
Neustadts Bürgermeister Dominic Herbst begrüßt die Gäste beim Neujahrsempfang. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Noch hat er die ersten 100 Tage im Amt nicht voll – und die Neugier auf Neustadts neuen grünen Bürgermeister Dominic Herbst ist nach wie vor groß: Mit gut 200 Gästen beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Stadt und Bundeswehrstandort am Dienstagabend stieß der große Saal im Schloss Landestrost schon an seine Grenzen. Dank eines überarbeiteten und gestrafften Ablaufs, disziplinierter und unterhaltsamer Redner wurde der Abend dennoch zum Genuss.

Herbst verwies in seiner Begrüßung einmal mehr auf seinen Start in die neue Rolle als Bürgermeister. Er spielte einen kurzen Film über den Kollegen Olaf Kruse aus Sehnde ein, der sich dort gemeinsam mit Marco Trips vom Deutschen Städtetag in einem Kindergarten vorstellte. Auch ihm gehe es darum, junge Leute für die Gemeinschaft und das Engagement dafür zu begeistern, sagte Herbst.

Dicht an dicht standen die Gäste beim Neujahrsempfang von Stadt und Bundeswehrstandort am Dienstagabend im Schloss Landestrost. Neben knappen und unterhaltsamen Redebeiträgen gab es viel Gelegenheit, sich auszutauschen.

Gegen Anfeindungen in der Kommunalpolitik

Entgegen dem Enthusiasmus, mit dem die Kindergartenkinder offenbar Bürgermeister noch bei sich begrüßen, haben heute viele Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter jedoch mit Anfeindungen zu tun. Herbst selbst war davon nach eigenen Angaben noch nicht betroffen. Er wies aber darauf hin, dass er das Thema sehr ernst nehme. Und er ermunterte Mandatsträger, sofort auf Hasspost, Bedrohungen oder andere Einschüchterungsversuche zu reagieren und andere zu unterrichten. „Bitte stellen Sie sich extremistischen Tendenzen dauerhaft und nachhaltig entgegen und treten Sie, wo immer Sie können, für eine friedfertige demokratische Gesellschaft ein“, sagte er den Gästen.

Oberstleutnant Dehn dankt für gelbe Schleifen

Herbst beschwor auch das gute Verhältnis zwischen Stadt und Bundeswehr, das sich unter anderem in dem jährlichen gemeinsamen Empfang manifestiere. Der Standortälteste der Wilhelmstein-Kaserne Luttmersen, Oberstleutnant Markus Dehn, gab einen kurzen Abriss, was deren Soldaten aktuell beschäftigt. Eine Kooperation mit der Mongolei für das Einsatzgebiet Afghanistan laufe bald aus, berichtete er. Im Übrigen bereite sich die Besatzung in Luttmersen auf eine große Truppenübung in Bergen vor. Dehn dankte für die gute Akzeptanz und Einbindung der Soldaten in der Region, die sich neuerdings auch in gelben Schleifen an den Helstorfer Ortseingängen zeige.

Hergt erinnert an acht Bürgermeister

Zurück zum Thema Bürgermeister kam Hans-Erich Hergt. Der ehemalige SPD-Ratspolitiker ist heute Vorsitzender des Museumsvereins. Er gab einen kurzen und sehr prägnanten Abriss über die acht Bürgermeister, die die Stadt seit 1974 regierten. Etliche von ihnen hat Hergt politisch begleitet. Von Herbert Gubba, der kurz nach seinem Amtsantritt 1974 bei einem Verkehrsunfall an der Wunstorfer Straße ums Leben kam, spannte er den Bogen über Fritz Temps (1974–1981), „Sir Henry“ Hahn (1981–1991), Friedhelm Dreyer (1991–1995), Friedbert Ronge (1995/1996), Wilhelm Heidemann (1996–2001) und die letzte ehrenamtliche Bürgermeisterin Karin Kirchmann (2001–2004) bis hin zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister Uwe Sternbeck (2004–2019). Das weckte Erinnerungen und gab Stoff für Gespräche, denen bei Suppe und Getränken anschließend viele nachgingen.

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Von Kathrin Götze

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