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Neustadt Was die Bürgermeister-Kandidaten für den Verkehrsfluss tun wollen
Umland Neustadt

Neustadt: Was die Bürgermeister-Kandidaten für den Verkehrsfluss tun wollen

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00:15 16.06.2019
Rückstau am Rundeel: Die Nienburger und Wunstorfer Straße ist mal wieder voll. Quelle: Markus Holz
Neustadt

Verkehrschaos in den Mittagsstunden, lange Wartezeiten zum Feierabend: In Neustadts Innenstadt gibt es einige Knoten im Verkehr zu entwirren. Verwaltung und Politik ringen seit vielen Jahren um Lösungen, doch da müssen auch Region Hannover, Land und Bund mitspielen. Das erfordert viel Tatkraft und auch diplomatische Drahtseilakte vom Stadtoberhaupt. Wir haben die Stichwahl-Kandidaten ums Bürgermeisteramt gefragt, was ihrer Meinung nach nötig ist, damit der Verkehr wieder fließt.

Christina Schlicker (SPD): Wer ohne Auto im Neustädter Land unterwegs ist, muss zum Teil zeitintensive Wege in Kauf nehmen. Ergänzend zum ÖPNV möchte ich daher lokale Nahverkehrsprojekte für unseren ländlichen Raum schaffen. Vor Ort organisierte Mitfahrgelegenheiten wie zum Beispiel „Mitfahrerbänke“ lassen sich schnell umsetzen. Die Einrichtung von Bürgerbussen führt ebenfalls zur Schließung von Mobilitätslücken und stärkt zudem die Hilfsbereitschaft. Allgemein möchte ich die Qualität der Straßen, Rad- und Fußwege verbessern, damit die Räder rollen und nicht holpern. Dazu ist der intensive Kontakt zur Region und dem Land unverzichtbar.

Um den Verkehrsfluss in der City zu verbessern, werde ich die Abschaffung der höhengleichen Bahnübergänge forcieren und Kreisellösungen entwickeln. Auf einem Kreisel herrscht immer Bewegung, die Schwere der Unfälle nimmt ab und die Belastungen durch Verkehrslärm und Abgase verringern sich. Solch ein Straßen-Rondell könnte den Fußgängern und Fahrradfahrern Vorfahrt gewähren. Mögliche Lösungen wird es mit mir aber nicht hinter verschlossenen Türen geben, sondern im Dialog mit allen Beteiligten.

Christina Schlicker (links) und Dominic Herbst gehen in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt. Quelle: Mirko Bartels

Dominic Herbst (Grüne): In den Ortschaften haben wir fehlende Radwege, geschlossene Bahnschranken und zum Teil sehr kaputte Straßen. Hier möchte ich eine Prioritätenliste für Radwege mit Region und Land abstimmen. Bahnschranken möglichst schnell beseitigen lassen. In Poggenhagen sind wir auf einem sehr guten Weg, auch dank dem Einsatz der Bürgerinitiative. Weitere Schranken wie zum Beispiel in Himmelreich müssen schnell folgen. Die defekten Straßen müssen ebenfalls schnellstmöglich erneuert werden. Prioritätenlisten müsse konsequent abgearbeitet werden.

Der Verkehr in der Kernstadt ist dominiert von unsicheren, schmalen oder fehlenden Radwegen. Langen Wartezeiten an den Bahnschranken und Staus auf den Hauptverkehrsstraßen. Ich möchte Radfahren sicherer und attraktiver machen, Routen besser ausschildern, Wege besser markieren und Schutzmaßnahmen an gefährlichen Kreuzungen installieren. Bahnschranken müssen auch in der Kernstadt möglichst schnell verschwinden. Neue Wohngebiete und die Neubauten am Bahnhof und der Marktstraße Süd werden den Verkehr weiter verstärken. Einen kleinen Beitrag zur Entlastung können verbesserte Radwege bringen. Um den Verkehr aber flüssiger fließen zu lassen, benötigen wir weitere Konzepte. Ein Teil der Lösung wird sicherlich sein, die Verkehrsströme besser über die B6 zu lenken.

Von Kathrin Götze

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