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Neustadt Ausschreibung glückt: Wer baut das neue Rathaus für Neustadt?
Umland Neustadt

Neustadt: Wettbewerb um Rathausbau kann beginnen

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18:11 21.08.2019
Projektleiter Friedrich Wippermann (rechts) und Stefan Bark berichten über den Stand des Rathaus-Ausschreibungsverfahrens. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Die erste Ausschreibungsrunde zum Bau des Neustädter Rathauses war ergebnislos geblieben. Nach einer zweiten Ausschreibung haben sich jetzt genügend Bewerber gefunden, wie Stadtplaner Friedrich Wippermann auf Nachfrage berichtet. Die Zahl der Bewerbungen nennt er nicht, nur so viel: „Es reicht für einen Wettbewerb.“

Seit vielen Jahren plant Neustadt ein neues Rathaus, das genügend Platz für alle Verwaltungseinheiten bietet. Es soll auf der Fläche südlich der Marktstraße gebaut werden, auf der heute noch Parkplätze und eine Grünfläche liegen. Neben einer Tiefgarage gehören auch Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss zum Projekt. Damit hoffen Planer und Politiker, der Innenstadtentwicklung einen Schub geben zu können.

Bewerber legen bis Dezember Architektur-Entwürfe vor

Das Ausschreibungsverfahren für das Bauprojekt ist mehrstufig angelegt: Im nächsten Schritt werden die Bewerber nun zu Bietern, die ein Angebot zur Architektur abgeben und in einen Wettbewerb miteinander treten. Laut Wippermann gab es im Vorfeld viele Architekten, die sich gerne beworben hätten. Doch das geht nur in Verbindung mit einem Bauunternehmen, das die Pläne gesehen hat und auch umsetzen will. „Die Stadt will nicht zwischen die Fronten geraten“, sagt Stefan Bark vom Bürgermeisterreferat. Häufig genug scheitern die schönsten Architektenpläne an den wirtschaftlichen Grenzen der Bauherren.

Bauunternehmen sind schwer zu finden

„Wir hatten auch in der ersten Runde eine Menge Anrufe von Architekten, die fragten, ob wir nicht ein Bauunternehmen wüssten“, sagt Wippermann. Diese seien aber wegen der guten Konjunktur in der Baubranche vielfach noch ausgelastet. Etliche Politiker hatten gemutmaßt, dass die mit ausgeschriebene Instandhaltung über 30 Jahre und die Verwaltung von Einzelhandelsflächen im Gebäudekomplex abschreckend wirkten. „Das ist kein Problem, so etwas wird vielfach mit ausgeschrieben“, sagt Wippermann.

Architekturwettbewerb ist für Januar geplant

Bis zum 10. Dezember können die Bewerber nun also ihre Entwürfe einreichen, die dann zunächst gesichtet werden. Im Januar könnte dann die Jury für den Architekturwettbewerb die Arbeit aufnehmen – alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das liegt daran, dass die Ausschreibung den gesamten Prozess umfasst, wenn Zwischenergebnisse veröffentlicht würden, wäre das Ergebnis letztlich anfechtbar.

Die besten Bewerber gestalten Entwürfe aus

Vorgesehen war, dass fünf Bewerber in diesen Wettbewerb eintreten – ein Hinweis auf die Bewerberzahl? „Es hieß, bis zu fünf“, korrigiert Wippermann, der sich, auch mit Blick auf die Verhandlungsposition der Stadt nicht in die Karten schauen lassen will. Die besten Bewerber werden anschließend ihre Entwürfe ausgestalten, die in der nächsten Runde des Auswahlverfahrens nach Funktion, Nachhaltigkeit, Qualität, Betriebskonzept und Kosten-Nutzen-Verhältnis bewertet werden, um schließlich eine Entscheidung zu treffen. Weil das ganze Verfahren für die Bieter ziemlich aufwendig ist, ist eine Entschädigung für die vorgesehen, die ohne Erfolg teilnehmen.

Mit der wiederholten Ausschreibung habe man jetzt rund zwei Monate verloren, sagt Wippermann. Allzu große Auswirkungen auf den Zeitplan für das Projekt habe das aber nicht: „Der Baubeginn ist weiterhin für das Frühjahr 2021 vorgesehen.“

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Von Kathrin Götze

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