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Neustadt Wie wird das Dorf schöner? Poggenhagen plant Dorfwerkstatt
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Neustadt: Wie wird das Dorf schöner? Poggenhagen plant Dorfwerkstatt

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19:15 27.01.2020
Poggenhagens Wahrzeichen ist der Moorfrosch. Ob er an der Kreuzung Moordorfer Straße auch künftig noch stehen bleibt, wird sich zeigen. Quelle: Kathrin Götze
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Poggenhagen

Wie wird das Dorf für alle schöner? Und was bringt das Zusammenleben voran? Mit diesen und anderen Fragen können sich die Poggenhagener in diesem Jahr in einer sogenannten Dorfwerkstatt beschäftigen. Die moderierte Workshop-Reihe gehört zum sogenannten Leader-Programm zur Landentwicklung, an dem sich Neustadt gemeinsam mit den Nachbarkommunen Wedemark und Wunstorf beteiligt. Neben Poggenhagen ist auch Bokeloh für die Dorfwerkstatt ausgewählt.

Poggenhagen steht vor Umwälzung im Verkehr

Für Poggenhagen kommt ein solcher Moderationsprozess gerade recht. Mit dem geplanten Bau einer Brücke über das Bahngleis werden sich in den nächsten Jahren etliche Verkehrsbeziehungen im Dorf ändern. Wenn der Bahnübergang Moordorfer Straße geschlossen wird, wird aus der bisherigen Hauptdurchfahrtsstraße im Ort eine Sackgasse. Was das für die Bäckerei, den Geflügelhof und andere Anlieger bedeutet, beschäftigt derzeit eine Arbeitsgruppe. Eine weitere könnte Teil der Dorfwerkstatt werden, sagt Maren Krämer vom Planungsbüro Sweco aus Hannover, das den Leader-Prozess begleitet.

„Es wird aber nicht darum gehen, über die Planung zu diskutieren“, betont Krämer. Denn die ist umstritten: So heiß viele Anlieger die Brücke herbeisehnen, so wenig freuen sich insbesondere die Bewohner des benachbarten Hachlandviertels in der südlichen Kernstadt auf den zusätzlichen Verkehr, der dann vor ihren Haustüren von der Brücke fährt. Vielleicht fällt der Umgang mit solchen Themen aber zumindest leichter, wenn die Dorfgemeinschaft gut funktioniert.

Neubürger und Junge sollen mitgestalten

Eine erste Gesprächsrunde zur Dorfwerkstatt im kleinen Kreis habe auch weitere mögliche Themen aufgezeigt, berichtet Ortsbürgermeisterin Monika Strecker (CDU). Insbesondere junge Menschen und Neubürger wolle man dafür gewinnen, das Dorfleben mitzugestalten. Ihre Belange könnten einen Schwerpunkt bei den Beratungen bilden. Auch die klimafreundliche Mobilität im Ort wurde angesprochen – mit einem Bahnhof ist Poggenhagen da zwar schon gut aufgestellt, doch auch Möglichkeiten für Carsharing könnten geschaffen werden, sagt Krämer.

Auch darüber, wie man im Dorf alt werden kann, müssen gesprochen werden, sagt die Beraterin. Bisher gibt es keinerlei Senioren-Wohnmöglichkeit, dafür aber viele alte Menschen, die allein wohnen – vielleicht sogar in einem viel zu großen Haus. Nahversorgung und Naherholung sind weitere Schwerpunkte, die eine Dorfwerkstatt setzen könnte.

Auftaktveranstaltung nach den Osterferien

Doch damit wolle man keineswegs alles schon vorgeben, betont Ortsbürgermeisterin Strecker. In weiteren Treffen wolle man mehr und mehr Poggenhagener in den Prozess einbeziehen, die gern auch eigene Themen mitbringen könnten. Das nächste Gespräch über die Dorfwerkstatt ist beim Treffen der Vereinsvorstände geplant, die am Dienstag, 18. Februar, um 19 Uhr in der katholischen Kirche zusammenkommen, um über die Termine des Jahres zu sprechen. Eine große Auftaktveranstaltung wird es voraussichtlich nach den Osterferien geben.

Was die Dorfwerkstatt bringen kann, können die Poggenhagener im Nachbardorf Bordenau beobachten. Dort arbeiten junge und ältere Dorfbewohner seit 2015 im Verein Dorfwerkstatt zusammen, haben im Mai 2019 eine Begegnungsstätte eröffnet, in der die Jüngeren ihre Partys planen und die Älteren ihre Hobbygruppentreffen abhalten. Auch um die diesjährige Teilnahme am Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wird sich die Dorfwerkstatt Bordenau kümmern.

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