Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Neustadt Landfrauen pflanzen zum Wohl der Bienen
Umland Neustadt Landfrauen pflanzen zum Wohl der Bienen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:38 21.10.2018
Die Landfrauen packen an und pflanzen einen Apfelbaum für die Bienen.
Die Landfrauen packen an und pflanzen einen Apfelbaum für die Bienen. Quelle: Susann Brosch
Anzeige
Eilvese

Zum 70-jährigen Bestehen des Niedersächsischen Landfrauenverbandes (NLV) wollen die Mitglieder Zeichen setzen. Dem Wappentier der Landfrauen, die Honigbiene, werden die Lebensgrundlagen entzogen. „Doch ohne Bienen sind Obst- und Gemüseanbau und Saatzuchterzeugung undenkbar“, sagt Lena Starcke, Vorsitzende des Kreisverbandes der Landfrauen Neustadt. „Wir wollen zeigen, dass wir auch mit vielen kleinen Schritten die Voraussetzungen für Bienen verbessern können“, so Starcke weiter.

Auf der Streuobstwiese des Vereins Bürger für Eilvese am Balschenweg griffen sie zum Spaten: Gemeinsam mit der Ortsbürgermeisterin und Vorsitzenden des Vereins Bürger für Eilvese Christina Schlicker zeigten die Landfrauen Heike Schnepel, Andrea Muhsmann und Lena Starcke, wie man fachmännisch eine Kupfer-Felsenbirne und ein Apfelbaum der Sorte Peter Bauer pflanzt.

In den nächsten Monaten werden zunächst 70 Bienenweiden in allen Regionen des NLV gepflanzt, anschließend soll das Projekt mit allen 269 Landfrauenvereinen fortgesetzt werden. „Wenn alle Landfrauen-Ortsvereine bienenfreundliche Gehölze pflanzen, dann haben wir zusammen schon eine ganze Menge für die Bienen erreicht“, ist Starcke überzeugt. „Vielleicht schaffen wir es ja auch, 70.000 Gehölze zu pflanzen, analog zu unserer Mitgliederzahl in Niedersachsen“, fügt sie hinzu.

Die Streuobstwiese neben dem Jugendhaus Eilvese ist frisch angelegt. „Im April haben wir 26 verschieden Obstbäume gepflanzt und 60 verschiedene Obststräucher“, berichtet der ehemalige Vorsitzendes des Bürgervereins, Peter Duensing.

Die Mitglieder des Vereins Bürger für Eilvese haben sich auf die Fahnen geschrieben, die Natur und ihre Gaben den Bewohnern, im Besonderen den Kindern näher zu bringen. Zu diesem Zweck hat der 2015 gegründete Verein 2.000 Quadratmeter Fläche von der Realgemeinde gepachtet. „Auf dem Weihnachtsmarkt im vergangen Jahr haben wir das Projekt Streuobstwiese vorgestellt und Paten für die Obstbäume gesucht. Wir konnten ohne Probleme 26 Baumpaten finden“, erzählt Duensing.

Eine fünfköpfige Projektgruppe befasst sich mit der Pflege des Geländes, das gerne von Grundschule und Kindertagesstätte für die Projektarbeiten genutzt wird. „Im Vorbeigehen ein paar Himbeeren naschen, ist kein Problem. Wir haben hier nur biologisch gezogene, ungespritzte Pflanzen. Und die Quitten werden wir auf dem nächsten Weihnachtsmarkt verkaufen“, sagt Duensing. Es soll auch ein Ort der Erholung werden. „Am Sonnabend werden wir zwei Lounge-Bänke aufstellen und sobald die Obstbäume größer sind, kann man gemütlich in ihrem Schatten liegen“, sagt er.

Von Susann Brosch