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Neustadt Sebastian Lechner (CDU) sechs Jahre im Landtag
Umland Neustadt Sebastian Lechner (CDU) sechs Jahre im Landtag
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17:44 18.02.2019
Präsenz im Wahlkreis sei ihm wichtig, sagt Sebastian Lechner. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt/Hannover

Sechs Jahre ist es her, dass der Neustädter CDU-Politiker Sebastian Lechner sein Mandat im Landtag angetreten hat – am Dienstag, 19. Februar, sogar auf den Tag genau. „Ehrlich gesagt, kommt es mir länger vor“, sagt Lechner jetzt rückblickend. Nicht, weil ihm der Beruf nicht gefalle, sondern weil er so abwechslungsreich ist.

Voller Schwung war Lechner 2013 gemeinsam mit dem SPD-Vertreter Mustafa Erkan gestartet. Lechner hatte das Direktmandat gewonnen, war dann mit der CDU in der Oppostion gelandet. „Regieren macht mehr Spaß“, sagt er jetzt nach gut einem Jahr Großer Koalition im Land. nach der Wahl im Oktober 2017 hat die Stadt wieder zwei Vertreter, doch diesmal hat ihm SPD-Konkurrentin Wiebke Osigus das Direktmandat abgenommen, Lechner zog über die Liste in den Landtag ein.

Dort bearbeitet der inzwischen 38-Jährige als Innenpolitiker Themen, die auch Streitbarkeit erfordern. Verfassungsschutz, Polizei, Feuerwehren, Sport, Kommunales – nicht die Traumbereiche, um sich als Politiker beliebt zu machen. Doch das Arbeitsklima sei gut, versichert Lechner. Anfeindungen habe er auch nicht erlebt, nachdem er sich, ebenso wie Kollegin Osigus, vergangene Woche für den Abschuss des Leitwolfs aus dem Rodewalder Rudel ausgesprochen hatte. Auch mit dem Koalitionspartner seien nicht alle Verhandlungen einfach, „aber vieles findet auf fachlicher Ebene und im sachlichen Streit statt“, versichert er.

Sachlichkeit sei auch angesichts der Protestparteien geboten. Darunter subsumiert Lechner vor allem AfD und Linke – im Landtag haben es die Politiker bisher nur mit der AfD zu tun. „Wir haben zu lange auch intern in der CDU gestritten, müssen an die Sacharbeit gehen – es gibt ein paar Probleme, die müssen wir einfach lösen“, sagt er. So sei die Infrastruktur so lange vernachlässigt worden, dass Straßenbauprojekte unaufschiebbar erscheinen – und die Politiker doch immer wieder erklären müssten, warum sie noch nicht umgesetzt werden. „Wir haben auch viel damit zu tun, widerstreitende Gesetzeslagen zu entschärfen“, sagt Lechner.

Was den Wolf angeht, verweist der Christdemokrat auf eine Initiative des Landes Niedersachsen im Bundesrat, um langfristig den Bestand der Tiere regulieren zu können. Gerade in der Diskussion um die Raubtiere zeigten sich, wie weit sich die Lebenswelten im Lande inzwischen unterschieden. So sei es dramatisch anders, mit Tierhaltern in Nöpke über den Abschuss des Wolfs zu diskutieren, oder beispielsweise mit Einwohnern der hannoverschen Südstadt. Lechner hat selbst vor einigen Jahren den Jagdschein gemacht. Er sei gerne in der Natur, sagt er dazu, und er habe auf Jagdausflügen auch verstanden, dass viele Landbewohner deutlich anders denken als die in der Stadt.

„Ich fühle mich hier auf dem Land wohl“, sagt er. Auch wenn abseits der Großstädte manche Infrastrukturprobleme oder Verluste zentraler Einrichtungen dramatischere Auswirkungen entfalteten. „Sie können hier aber auch das Lebensumfeld besser mitgestalten“, sagt Lechner. Er selbst tut das maßgeblich als Sprecher der CDU-Ratsfraktion – auch da seit einiger Zeit im Schulterschluss mit der SPD. „Montags ist immer Wahlkreistag, mit Terminen, Verwaltungsausschussitzungen und so weiter. Und weil auch in Hannover mehr zu tun ist, muss ich jetzt in Neustadt und Wunstorf vieles am Wochenende klären.“

Von Kathrin Götze

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