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Neustadt Filmstudenten drehen Werbeclip für den Kinderschutzbund
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Neustadt: Kinderschutzbund dreht Werbeclip in Schneeren

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16:06 16.12.2019
Regisseur Lewis Clemens (Mitte) mit den beiden Darstellern Ricardo Wächter (8 Jahre) und Elisabeth Frank. Die selbstständige Schauspielerin wohnt in Hagen, ist unter anderem an der Waldbühne Otternhagen tätig. Quelle: Mario Moers
Schneeren

Klappe, die Dritte. Eine Ferienwohnung in Schneeren diente Filmstudenten der Hochschule Hannover am Wochenende als Drehort für einen Videoclip des Kinderschutzbunds. „Typisch durchschnittlich deutsch“ sollte die Kulisse sein, die das rund 15-köpfige Filmteam für die Dreharbeiten gesucht hatte. Fündig wurde Regisseur Lewis Clements auf einer Buchungsplattform im Internet. Die Ferienwohnung auf einem Hof an der Straße Tenor erwies sich als perfekt. „Nicht alle Vermieter sind mit Dreharbeiten einverstanden. Für die Eigentümer hier ist es in Ordnung, dass der Rasen im Garten etwas in Mitleidenschaft gezogen wird“, sagte Clements.

Bereits zum dritten Mal drehen Filmstudenten der Hochschule Hannover in Schneeren. Der aktuelle Videoclip soll für Angebote des Kinderschutzbunds in den sozialen Medien werben.

Dass die Wahl des Drehorts ausgerechnet auf Schneeren fiel, ist kein Zufall. Bereits zum dritten Mal drehten die Filmstudenten im Ort. „Es ist fast wie in Hollywood“, scherzte Filmprofessor Nils Loof, der selber in Mardorf lebt. Auch Schauspielerin Elisabeth Frank aus Hagen und die Ton-Verantwortliche Leonie Wildhage aus Münchhagen kommen aus der Gegend. Zwei vorherige Produktionen wurden in der zur Ferienwohnung umfunktionierten Windmühle Unter dem Mühlenberg gedreht. „Schneeren ist über die B6 schnell erreichbar und bietet eine Menge interessante Eindrücke“, sagte Loof.

Werbung für den Kinderschutzbund

Mit dem kurzen Videoclip will der Kinderschutzbund Burgdorf im Kino und auf Social-Media-Seiten im Internet auf ein Kursangebot für Eltern aufmerksam machen. „Starke Eltern, starke Kinder“ heißt es. Darin lernen Eltern einen besseren Umgang in Konfliktsituationen. Auch die Erziehungsziele, Rechte und Gefühle von Kindern sind Thema. „Wir haben gemerkt, dass für diese Form der Angebote etwas die Werbung fehlt. Sie sind viel zu unbekannt“, erklärte Jutta Goldbach vom Kinderschutzbund Burgdorf. Dort soll der fertige Clip später im Kino laufen. Vor allem aber, soll er Eltern über die sozialen Netzwerke erreichen. Sogenannte Social Spots, kleine Werbefilme für soziale Einrichtungen, sind im siebten Semester Lehrstoff für die Studenten im Fachbereich Mediendesign. „Wir bekommen dazu regelmäßig Anfragen von Einrichtungen und Vereinen“, verriet Loof. Vielleicht bleibe es nicht der letzte Dreh in Schneeren.

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Von Mario Moers