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Neustadt Firma holt am Südufer Sand aus dem Steinhuder Meer
Umland Neustadt

Wunstorf/Neustadt: Fachfirma holt am Südufer Sand aus dem Steinhuder Meer

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18:06 11.02.2020
Das schwimmende Gerät der Fachfirma Schilder liegt an der Hafenstraße in Steinhude im Wasser. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude/Mardorf

In Steinhude beginnt die nächste Aktion, um Schiffen auf dem Steinhuder Meer zu mehr Wasser unter dem Rumpf zu verhelfen. Dieses Mal lässt die Domänenverwaltung des Landes in sandigen Bereichen vor dem Südufer anfangen.

„Wir haben die Peilung letzte Woche abgeschlossen“, sagte Abteilungsleiter Conrad Ludewig vom Amt für regionale Landesentwicklung in Hildesheim. Am Donnerstag sollte die beauftragte Firma Schilder aus den Niederlanden eigentlich loslegen, ihre schwimmenden Geräte liegen schon an der Hafenstraße. „Durch das stürmische Wetter haben wir jetzt sicherlich ein paar Tage Verzögerung“, sagte Ludewig.

Sand wird zum Mardorfer Strand gepumpt

Der Plan ist, zunächst Sand aus dem Bereich der dortigen Steganlage Grages und den Anlegern der Personenschifffahrt zu entfernen. „Außerdem steuert die Firma noch ein bis zwei Buchten an, in denen sie vergangenes Jahr nicht fertig geworden ist.“ Mit dem Sand soll der Mardorfer Strand verstärkt werden.

Erleichtert wird die Aktion durch die noch vorhandene Pumpleitung zum Nordufer. Die Behörde verzichtet dagegen darauf, auch auf die Steinhuder Badeinsel Sand zu spülen. Dann müsste an zwei Stellen der Strand anschließend gereinigt werden, was den Arbeitsaufwand erhöht.

Wenn die Zeit noch reicht, sollen außerdem die Grachten hinter der Steinhuder Promenade angesteuert werden. Dort liegt allerdings Schlamm, der ebenfalls nach Mardorf, aber auf den dortigen Polder transportiert werden soll.

Für Polder Großenheidorn laufen Nacharbeiten

Den zweiten Polder in Großenheidorn-Strand kann das Land derzeit noch nicht wieder nutzen. Die erste Genehmigung dafür war 2015 ausgelaufen. Das Gewerbeaufsichtsamt hat zwar eine neue Genehmigung erteilt, doch dagegen sind Nachbarn vorgegangen. Einen Widerspruch hatte das Amt zurückgewiesen, doch mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Hannover hatten die Kläger im Oktober Erfolg.

Das Gericht teilte ihre Auffassung, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor der Verlängerung wohl notwendig gewesen wäre. „Unsere Nacharbeiten dazu laufen derzeit“, berichtete Ludewig. Seine Hoffnung ist, dass das Gericht den Polder zur Entschlammung im Herbst dieses Jahres wieder freigibt.

Nächstes Forum Steinhuder Meer geplant

Für den 6. März plant die Domänenverwaltung außerdem die nächste Ausgabe ihres Forums Steinhuder Meer. Dabei wird die Entschlammung wieder eine wichtige Rolle spielen. „Viele sind auf die Ergebnisse unserer Tiefenmessungen gespannt“, sagt Ludewig. Die Ökologie des Meeres wird ebenso wie die Bemühungen um einen hohen Wasserstand Thema sein.

Zum Wasserstand sagt Ludewig, dass dieser derzeit auf einem guten Weg ist. „Wenn wir in den nächsten Wochen weiter viel Regen bekommen, könnten wir zu Saisonbeginn den Sollstand erreichen. Das würde die Situation am Meer schon einmal deutlich entspannen.“ In den vergangenen beiden Jahren hatte zeitweise ein halber Meter Wasser gefehlt. „Leider funktioniert die telefonische Pegelansage auf dem Wilhelmstein derzeit nicht“, sagte er.

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Von Sven Sokoll

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