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Pattensen Kita-Anbau: Die Südvariante ist teurer
Umland Pattensen Kita-Anbau: Die Südvariante ist teurer
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19:30 28.11.2018
Die Kindertagesstätte in Hüpede soll erweitert werden. Quelle: Tobias Lehmann
Hüpede

Zur geplanten Erweiterung der DRK-Kindertagesstätte in Hüpede liegen jetzt zwei verschiedene Varianten vor. Die eine soll rund 485.000 Euro kosten, die andere etwa 670.000 Euro. Die Stadtverwaltung stellt in einer Vorlage für die politischen Gremien die positiven und negativen Argumente für jede Variante vor, spricht aber selbst keine Empfehlung aus.

Vor drei Jahren wurde die Einrichtung, in der zurzeit rund 80 Kinder betreut werden, durch einen Container um eine Krippengruppe erweitert. Die Genehmigung von der Region Hannover läuft jedoch Ende 2019 aus. Aus dieser temporären Lösung eine dauerhafte zu machen, ist laut Stadtverwaltung aus verschiedenen Gründen schwierig. So sei das gemäß den Vorgaben des Bebauungsplans notwendige Aufsetzen eines Dachstuhls statisch nicht möglich. Zudem treten am Container bereits Baumängel auf. Darüber hinaus müsste für eine dauerhafte Betriebserlaubnis ohnehin noch ein weiterer Mitarbeiterraum für die gesamte Einrichtung geschaffen werden.

Die Stadt hat deshalb zwei Varianten eines Anbaus für die Einrichtung am südlichen Ortsrand prüfen lassen. Ein Vergleich:

Standort: Die eine Variante sieht einen Anbau an der Nordwestseite des Gebäudes vor. In der zweiten Variante wird ein Anbau südlich des Hauses vorgeschlagen.

Kosten: Die Variante Nord ist mit 485.000 Euro knapp 200.000 Euro günstiger als die Variante Süd.

Unterbringung der Kinder: Bei der Variante Nord kann der Container auf der Südseite für die Dauer der Bauarbeiten stehen bleiben. Sollte der Anbau auf der südlichen Seite stehen, muss der Container abgebaut werden. Die Stadt müsste für die Kinder während der Bauphase eine andere Möglichkeit zur Unterbringung finden.

Bebauungsplan: Er muss für die Variante Nord geändert werden. Der Anbau überschreitet die zurzeit bestehende Baugrenze. Zudem würde das Dach in die Holzkonstruktion des Hauptdaches eingebunden und mit einer flachen Neigung umgesetzt. Das ist billiger, aber laut des bestehenden Bebauungsplans nicht zulässig. In der Schätzung von 485.000 Euro für diese Variante sind die Kosten zur Änderung des Bebauungsplans noch nicht enthalten. Für den Anbau auf der Südseite kann der Bebauungsplan unverändert bleiben. Dort könnte ein Satteldach errichtet werden, dass das bestehende Gebäude mit dem Neubau verbindet.

Stellflächen für Autos und Fahrräder: In der Variante Nord entfielen die zurzeit bestehenden Parkplätze und Stellflächen für Fahrräder. Sie müssten an anderer Stelle neu angelegt werden. In der Variante Süd blieben die Stellflächen bestehen.

Zugänge: Beim Anbau auf der nördliche Seite müsste ein zweiter Eingang zum Gebäude geschaffen werden. Ohne zusätzlichen Eingriff in den Gebäudegundriss gebe es keine direkte Verbindung zwischen der bestehenden Kindertagesstätte und der neuen Krippe. Für den Anbau auf der südlichen Seite könnte ein Verbindungsgang zum bestehenden Gebäude geschaffen werden. Es bliebe bei einem Haupteingang. Zudem könne in dem Verbindungsgang noch eine weitere Spielfläche geschaffen werden.

Die Politik hat jetzt Zeit, sich mit den zwei Varianten auseinanderzusetzen, denn beschließen sollen sie das Vorhaben erst im nächsten Jahr. Die erste öffentliche Beratung ist im Ausschuss für Bauangelegenheiten und Stadtentwicklung am 22. Januar geplant.

Von Tobias Lehmann

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