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Umland Pattensen Nachrichten KGS-Leiter: Verwaltung kümmert sich nicht genug
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00:17 23.09.2017
Von Tobias Lehmann
Die ungeeigneten Regale in der Bibliothek stehen seit Monaten leer. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen-Mitte

Die Anschaffung von Materialien für eine Schule ist eigentlich keine Angelegenheit für die Politik. Es ist Aufgabe der Verwaltung, sich darum zu kümmern. "Doch unsere Not ist groß", sagte der KGS-Leiter in der Sitzung des Schulausschusses am Dienstagabend. Deshalb bitte er jetzt öffentlich um Hilfe aus der Politik. Immer wieder wies er darauf hin, dass er zuvor bereits zahlreiche Gespräche mit Mitarbeitern der Verwaltung geführt habe. "Doch seit Monaten passiert nichts", sagte er. 

Konkret dreht es sich um drei Bereiche. Teil des Sanierungsprojektes der KGS war auch der Kauf von 50 sogenannten Tafel-Beamer-Kombinationen. Dabei projiziert der Beamer ein Bild auf die Tafel, das mit einem interaktiven Stift verändert werden kann und dann auch gleich vom Beamer entsprechend verarbeitet und dargestellt wird. "Bei allen 50 Geräten funktioniert nur die Projektion, nicht die Interaktivität", sagte Lust-Rodehorst. 

Weiterhin gebe es in allen drei Musikräumen keine Abspielanlagen. Die bisherigen wurden nach mehr als 30 Jahren entsorgt, da die Schule neue bekommen sollte. Das ist immer noch nicht passiert. "Wir hatten beim Abitur zwei Klassen mit dem Leistungsfach Musik und mussten improvisieren", sagte Lust-Rodehorst. 

Das dritte Problem bezieht sich auf für die Bibliothek gelieferte Regale, die für den Betrieb ungeeignet sind. Es handelt sich um Metall-Lager-Regale mit einer Tiefe von 80 Zentimetern ohne die zur Unterbringung von Büchern erforderlichen Mittel- oder Seitenbegrenzungen. In der Bibliothek stehen seit Monaten 100 Bücherkartons, die nicht ausgepackt sind. "Die Frage nach der Verantwortlichkeit wird hin- und hergeschoben. Das ging schon soweit, dass der Schule vorgeworfen wurde, sie hätte nicht darauf hingewiesen, dass in eine Bibliothek auch Bücherregale gestellt werden müssen", sagte Lust-Rodehorst. 

Da sich die Schule von der Stadtverwaltung allein gelassen fühlt, hat sie jetzt einen eigenen Vorschlag erarbeitet. In den Kosten für die Sanierung der Schule sind auch 45.000 Euro für den Kauf von neuen Stühlen für die Aula. Laut Lust-Rodehorst ist dies allerdings nicht so dringend wie die von ihm angesprochenen Probleme. Er schlägt deshalb vor, eine Rate von 25.000 Euro aus diesem Topf für die Musikanlage und neue Regale für die Bibliothek zu verwenden. Damit könnten zwei Probleme gelöst werden. 

Bürgermeisterin Ramona Schumann hatte den Fraktionen diesen Vorschlag aus der Schule bereits unterbreitet. Vertreter von CDU wie auch SPD teilten im Ausschuss mit, dass sie dem zustimmen würden. Das Problem mit den Beamern war jedoch weder den Politikern noch Fachbereichsleiter Jörg Laszinski bekannt. "Es wundert mich deshalb, dass wir hier direkt öffentlich an den Pranger gestellt werden. Das entspricht nicht der sonst guten Kommunikation zwischen der Verwaltung und der Schule", sagte er. Lust-Rodehorst sagte, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, jemanden an den Pranger zu stellen. Vielmehr hoffe er auf Unterstützung.

Der Schulleiter verwies darauf, dass Ratsfrau Marion Kimpioka (SPD) im vergangenen Monat im Rat der Stadt öffentlich darauf hingewiesen hatte, dass die Sportanlage von Unkraut so zugewuchert sei, dass dort kein Sport mehr möglich sei. "Dieses Problem wurde anschließend innerhalb weniger Tage behoben", sagte er.

Insgesamt bezeichnete Lust-Rodehorst die Kommunikation mit der Verwaltung als verbesserungswürdig. "Bei den Problemen, die im Zusammenhang mit Sanierung und Neubau auftreten, bekommen wir als Schule keine ausreichende Unterstützung durch die Fachabteilungen der Stadt", lautete sein Fazit. Die Schulelternratsvorsitzende Susanne Farkhar sprang Lust-Rodehorst zur Seite. "Wir gehen davon aus, dass jeder grundsätzlich das Beste für die Schule will. Deshalb sollte bei den beschriebenen Problemen dringend etwas geschehen", sagte sie.  

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