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00:21 09.06.2014
Von Andreas Zimmer
Was macht das Auto im Feld, wie ist es dort hingekommen, und wo ist der Fahrer? Quelle: Andreas Zimmer
Pattensen

Der Mann war gegen 18 Uhr mit seinem Renault mit leerem Tank liegen geblieben. Daraufhin schob er seinen Wagen aus eigener Kraft an den Rand der Gestorfer Straße in Richtung Schulenburg. Plötzlich gewann das Auto an Eigendynamik und rollte eine kleine Böschung hinunter ins Feld.

Zunächst hoffte der Pattenser, dass vorbeikommende Fahrer anhalten würden. Er winkte, er stellte sich sogar ein wenig auf die Straße - und wurde dabei fast umgefahren, wie er später berichtet. Weil er kein Handy bei sich hatte, machte sich der Mann zu Fuß auf den Weg zu einem Bekannten ins mehr als drei Kilometer entfernte Schulenburg - auf der L 460, die weder Fuß- noch Radweg hat. In Schulenburg angekommen, ließ sich der Bekannte die Situation schildern, nahm einen Benzinkanister und seinen Wagen und fuhr den Mann zur B-3-Kreuzung. Dort stand mittlerweile ein Springer, der angehalten hatte, um nach dem Rechten zu sehen.

Nachdem die drei Männer Benzin nachgefüllt hatten, versuchten sie, den Wagen vom Feld zu bekommen. Nun endlich hielten etliche Fahrer an und fragten durch die geöffnete Scheibe, ob Hilfe benötigt werde. Die Männer bedankten sich und verneinten.

Der Rückweg über die Böschung war nicht möglich, ohne Schaden am Auto anzurichten. Vorsichtig drehte der Schulenburger den Renault, indem er immer ein Stück nach vorn und wieder zurückfuhr. Dann schoben die beiden anderen das Auto mit vereinten Kräften in Richtung Radweg, denn dort ging es ein klein wenig bergauf. Zwischen Verkehrsschildern hindurch rollte der Renault schließlich zurück auf die Gestorfer Straße.

Überglücklich stieg der Pattenser gegen 19.30 Uhr in seinen Wagen. Die drei Männer verabschiedeten sich voneinander, doch die Freude war getrübt: Dass es anfangs keine Hilfe gab, gab ihnen sehr zu denken.

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