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15:21 26.06.2018
Künstlerisches Duo: Fotograf Andreas Warlich (links) und Wortkünstler Reinhart Thomas. Quelle: Achim von Lüderitz
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Jeinsen

Am Anfang war das Wort, heißt es im Johannes-Evangelium. Bei der Ausstellung „räume“ in der Galerie der Jeinser Künstlerin Antje Fink ist das etwas Anderes. Der Garbsener Fotograf Andreas Warlich hat die Ausstellung mit seinen Fotografien bereits Anfang Juni eröffnet. Bei seiner Arbeit, die er bereits in 25 Ausstellungen präsentierte, hat er sich ganz auf Räume konzentriert, die zwar auf den ersten Blick leer erscheinen, deren grafische Linien, Formen und Kontrast jedoch eine enorme Ausstrahlungskraft haben.

Davon war der Burgwedler Wortkünstler Reinhart Thomas so inspiriert, dass er nun zu jeder der 19 ausgestellten Schwarzweiß-Fotografien Texte verfasst hat, die er am Montagabend erstmals öffentlich vortrug. „Wir beide kennen uns schon fast seit 50 Jahren“, sagte der Schriftsteller, „doch dies ist unsere erste gemeinsame Ausstellung.“ Insgesamt hat der Lyriker bereits an die 700 Gedichte zu unterschiedlichen Themen verfasst.

In der Jeinser Galerie hatte sich ein kleiner Kreis Kunstinteressierter zusammengefunden, um einige Texte des Wortkünstlers während einer Bildershow kennenzulernen und gleichzeitig noch einmal die ausgestellten Fotografien auf sich einwirken zu lassen. „Leere Räume werden von Menschen auf die unterschiedlichsten Arten wahrgenommen“, sagte Thomas. Er entwickelte mit seinen Gedichten eine ganz eigene Interpretation von den klaren architektonischen Linien, die sich immer wieder perspektivisch verschieben und damit eine neue Dichte, Schattierungen und Größen hervorbringen.

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 1. Juli, nach Absprache mit Antje Fink unter der Telefonnummer (0151) 50 76 38 77 zu besichtigen oder per E-Mail an antje.fink@gmx.den. Der Eintritt ist frei. Die Galerie befindet sich im Holzlager über den Kreatop-Räumen in der Ippenstedter Straße 3.

Von Achim von Lüderitz