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Umland Pattensen Nachrichten Ist die Kreisstraße sicher? Ortsrat verlangt Prüfung
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00:17 22.10.2017
Von Tobias Lehmann
Während die Grundschulkinder auf dem schmalen Schulweg gehen oder auch rennen, fahren die Autos auf der Kreisstraße teilweise mit hohem Tempo dort vorbei. Quelle: Tobias Lehmann
Jeinsen

Seit zu Beginn des laufenden Schuljahres die Ganztagsbetreuung an der Grundschule eingeführt wurde, gehen die Jungen und Mädchen täglich zum Mittagessen in das Landgasthaus. Dazu müssen sie über einen schmalen Fußgängerweg entlang der Kreisstraße gehen. Auf einen Artikel in dieser Zeitung hin hat der SPD-Ortsverband nun den Antrag gestellt, eine Sicherheitsbegehung zu organisieren. Dabei soll über Möglichkeiten gesprochen werden, wie die Gefahren für die Fußgänger an der Stelle reduziert werden können. Die SPD schlägt dort Tempo 30 vor.

Der Antrag soll nach dem Beschluss des Ortsrats jetzt noch im Verkehrsausschuss, dem Verwaltungsausschuss und im Rat diskutiert und anschließend beschlossen oder abgelehnt werden. Dieter Alm (SPD) zeigte sich irritiert darüber. "Es geht hier zunächst nur darum, dass eine Begehung organisiert wird, die nicht mit größeren Kosten verbunden ist. Wir fordern, dass die Verwaltung nach dem Beschluss des Ortsrats unverzüglich tätig wird", sagte er.

Stadtsprecherin Andrea Steding teilte auf Anfrage jedoch mit, dass der übliche Verfahrenslauf eingehalten werden soll. "Es kann schließlich auch sein, dass der Ausschuss und der Rat den Antrag ablehnen. Dann wird es keine Begehung geben", sagte sie. Aus rechtlichen Gründen sei es sehr unwahrscheinlich, dass die Geschwindigkeit an der Kreisstraße reduziert wird. Dies sei nach Rechtslage nur möglich, wenn Altenheime, Kindergärten oder Schulen direkt an der Kreisstraße liegen.

Eine Sache hat die Verwaltung dennoch bereits veranlasst. Die Verkehrsströme sollen über einen längeren Zeitraum mit einem sogenannten Seitenradarmessgerät gemessen werden. "Das Gerät zeichnet auf, wie viele Autos dort fahren, unterscheidet in PKW und LKW und misst auch die Geschwindigkeiten", erläuterte Steding. Die Verwaltung setze das Gerät regelmäßig an problematischen Stellen in der Stadt ein, um Jahresdurchschnittswerte zu ermitteln. "Die unterscheiden sich dann manchmal auch von den gefühlten Werten der Anwohner", sagte Steding.

Jeinser fordern Gutachten über B3-Anbindung

Die rund 15 Besucher des Ortsrats zeigten sich in einer offenen Diskussionsrunde nach dem offiziellen Teil nicht begeistert von der Idee, die Kreisstraße 219 (Jeinser Straße) in Richtung Norden an die B-3-Ortsumgehung anzuschließen. Das hatte die Pattenser SPD vor einem Monat im Ortsrat in Pattensen-Mitte beantragt, um den Stadtteil vom Durchgangsverkehr zu entlasten. "Dann wird hier in Jeinsen noch mehr Schwerlastverkehr durchbrettern", klagte ein Zuhörer.

Ortsratsmitglied Oliver Alt (UWJ) glaubt hingegen, dass eine schnellere Verbindung zur B3 auch für die Jeinser Vorteile haben könnte. Bevor dazu eine Entscheidung gefällt wird, sollte jedoch ein Gutachten beantragt werden, das auch Aspekte wie die für 2019 erwartete Maut-Einführung und mögliche Änderungen des Verkehrs durch die Elektromobilität beurteilt. "Ohne das Gutachten können Entscheidungen nur aufgrund von gefühlten Annahmen getroffen werden", sagte Alt. Ortsbürgermeister Günter Kleuker schlug vor, das Thema in der nächsten Sitzung als offiziellen Tagesordnungspunkt zu behandeln. "Schließlich sind wir als Jeinser ebenso davon betroffen wie die Bürger in Pattensen-Mitte."

Die Probezeit ist vorbei, jetzt steht es fest: Renate Beblo ist die neue Leiterin der Grundschule in Jeinsen. Landesschuldezernent Oliver Brandt überreichte ihr am Mittwochnachmittag die Ernennungsurkunde. Bürgermeisterin Ramona Schumann und Ortsbürgermeister Günter Kleuker gratulierten.

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