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Nachrichten Pattenser verärgert über Abfallentsorgung
Umland Pattensen Nachrichten Pattenser verärgert über Abfallentsorgung
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11:30 15.08.2014
Von Kim Gallop
Es regt sich Unmut darüber, wie der Abfallentsorger aha den Jahreswechsel gestaltet. Quelle: Symbolbild
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Pattensen

Helga Eichinger und ihr Ehemann, die in einem Einfamilienhaus in Pattensen-Mitte leben, trennen ihren Müll sorgfältig. Sie mussten Säcke für die von aha vorgegebene Mindestmenge von zehn Litern Restmüll pro Woche pro Person nehmen. Eichinger ist wenig überrascht, dass jetzt noch jede Menge Säcke übrig sind. Sie ärgert sich aber darüber, dass diese Säcke Ende des Jahres verfallen: Ab 1. Januar dürfen nur Säcke mit der aufgedruckten Jahreszahl 2015 vor die Tür gestellt werden.

„Mir haben Nachbarn gesagt, dass sie nicht mehr trennen, sondern alles in den Restmüllsack werfen“, sagt sie. Eine Schulenburgerin nutzt ihre vielen überzähligen Restmüllsäcke jetzt für ihren Rasenschnitt, statt diesen zum Wertstoffhof zu bringen, damit daraus Kompost werden kann.

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Es sei eine Frage der Gerechtigkeit, sagt aha-Sprecherin Anke Voigt. Das Standardsystem sei nun einmal die Tonne. Wer seine Tonne regelmäßig nicht vollbekommt, bekomme dieses nicht genutzte Volumen ja auch nicht erstattet. Wer mehr als die Mindestmenge bestellt habe, könne diese jederzeit mit einem formlosen schriftlichen Antrag an aha vermindern. Ebenso könne die Menge an bestellten Säcken und die Größe der Tonne jederzeit erhöht werden.

Nach den Erfahrungen von aha fielen im Durchschnitt pro Person pro Woche mindestens 15 Liter Restmüll an, sagt Voigt. Aha sei mit der vorgeschriebenen Mindestmenge von zehn Litern pro Person pro Woche sogar unter diesem Wert geblieben. Sie hoffe, dass weiterhin möglichst viele Leute ihren Müll trennen. Denn mit der Verwertung würden kostenlose Angebote wie die Wertstoffhöfe finanziert. Überzählige Restmüllsäcke gehörten in die O-Tonne, sagt Voigt. Es handele sich schließlich um einen Wertstoff.

Kim Gallop 14.08.2014
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