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Nachrichten Ausschuss für Verkauf des Spritzenhauses
Umland Pattensen Nachrichten Ausschuss für Verkauf des Spritzenhauses
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14:29 19.06.2018
Das Spritzenhaus soll verkauft werden. Quelle: Torsten Lippelt
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Pattensen-Mitte

Die 204 Unterschriften werden den Verkauf des Spritzenhauses an der Marienstraße wohl nicht mehr verhindern können. So viele Bürger hatten beim Förderverein Stadtmuseum dafür unterschrieben, dass das Gebäude nicht verkauft werden soll. Das teilte Stadtsprecherin Andrea Steding in der Sitzung des Finanzausschusses am Montagabend mit. „Dabei handelt es sich aber nicht ausschließlich um Pattenser. Es sind auch Hannoveraner, Hemminger und Laatzener dabei“, sagte sie.

Die endgültige Entscheidung über das städtische Gebäude, das der Förderverein Stadtmuseum seit 2002 unentgeltlich nutzen darf, fällt in der Ratssitzung am Donnerstag, 21. Juni, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Reden. Die Stadtverwaltung spricht keine Empfehlung aus, sondern nennt lediglich die drei möglichen Alternativen: Verkauf, Vermietung, weiterhin kostenlose Nutzung für den Förderverein. Das Haus ist in den 1950-er Jahren erbaut worden und mittel- bis langfristig sanierungsbedürftig.

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Der Ortsrat Pattensen-Mitte hatte den Verkauf einstimmig empfohlen. Die CDU hatte jedoch vier zusätzliche Forderungen gestellt: Der Käufer soll ein detailliertes Nutzungskonzept für das Gebäude vorlegen, die Stadtverwaltung soll dem Förderverein bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten helfen, der künftige Besitzer muss sich mindestens zehn Jahre an das Nutzungskonzept halten und die Sanierung der anliegenden Grundschule dürfe durch einen Eigentümerwechsel des Spritzenhauses nicht beeinträchtigt werden.

Der Erste Stadtrat Axel Müller sagte, dass es entgegen seiner ersten Einschätzung doch möglich sei, den Käufer langfristig an sein Nutzungskonzept zu binden. „Die Stadt hat dies rechtlich geprüft. Wir können festlegen, dass eine Nutzungsänderung nur in Absprache mit der Stadt möglich ist“, sagte er. Dirk Meyer (UWG/UWJ-Gruppe) hält das für problematisch. „Ich würde so einen Kaufvertrag nicht unterschreiben“, sagte er.

So gab es in der Abstimmung über diesen Punkt dann auch keine Einigkeit. Die drei CDU-Mitglieder sowie Matthias Friedrichs (SPD) stimmten dafür. Dagegen sprachen sich Jens Ernst (SPD), Sandra Stets (Bündnisgrüne) sowie Meyer aus. Die Empfehlung, das Haus zu verkaufen, war jedoch einstimmig.

Von Tobias Lehmann