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00:16 29.11.2017
Gute Stimmung am ersten Tag: Frank (links) und Svenja Blume schauen sich gemeinsam das Sortiment von Francesco Tineo an.
Gute Stimmung am ersten Tag: Frank (links) und Svenja Blume schauen sich gemeinsam das Sortiment von Francesco Tineo an.  Quelle: Tobias Lehmann
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Schulenburg

  Marktmeister Francesco Tineo findet kaum Zeit, mal einen Blick über den Platz zu werfen. So groß ist der Andrang an seinem Stand, an dem er am Sonnabend frisches Obst und Gemüse verkaufte. Er ist bereits um 5 Uhr auf dem Parkplatz der Firma bluleu angekommen und hat den Aufbau der Stände organisiert. „Der Markt wird super angenommen“, freut sich Tineu. Zusätzlich zu seinem Stand mit Frischwaren gibt es noch griechische Spezialitäten, Blumen, einen Stand mit italienischem Kaffee und einen Imbiss. 

Deren Händler sind mit dem ersten Tag ebenfalls sehr zufrieden, bleiben aber noch zurückhaltend in ihrem Urteil. „Der erste Tag eines Marktes ist immer gut. Da sind die Leute neugierig und wollen schauen, was es gibt“, sagt ein Händler mit griechischen Spezialitäten. Erst in den kommenden Wochen werde sich zeigen, ob das Angebot auch dauerhaft gut angenommen werde. Auch der Blumenhändler glaubt, dass ein Fazit erst nach einem halben Jahr möglich sei. 

Gut besucht: Die Händler sind mit dem ersten Tag des Wochenmarkts in Schulenburg zufrieden. 

Erstmals auf einem Markt vertreten ist der Schulenburger Alfred Schöpp. Gemeinsam mit seinem Partner Daniel Franecki verkauft er über den Online-Shop Red & Black-Taste Kaffee-Spezialitäten aus Italien. „Wir haben uns erst vor zwei Tagen dazu entschieden, hier auch teilzunehmen“, sagt Schöpp. Dann musste alles schnell gehen. Die Vorbereitungen liefen in der Nacht zuvor bis 3 Uhr. „Aber es hat alles geklappt“, sagt Schöpp. Auch er werde jetzt wie die anderen Händler jeden Sonnabend von 8 bis 14 Uhr mit ihrem Stand dabei sein. 

Marktmeister Tineo will das Angebot noch weiter ausbauen. Zunächst wünscht er sich einen Käsestand und eine Creperie. Platz ist dafür noch genug. Frank Blume ist mit seiner Leuchtenfirma bluleu erst dieses Jahr auf das Gelände des ehemaligen NP-Marktes gezogen. Auf Anregung seiner Ehefrau Svenja Blume, Ortsbürgermeisterin in Schulenburg, stellt er ab jetzt jeden Sonnabend den Parkplatz seines Unternehmens zur Verfügung. „Es ist ein zentraler Ort und ein guter Platz für den Markt“, sagte er. Der vordere Bereich steht den Besuchern zum Parken zur Verfügung. Möglicherweise lassen sich auch Besucher außerhalb Schulenburgs anlocken, sagt Blume. „Bisher sind viele Schulenburger auch immer extra nach Springe gefahren, um dort den Markt zu besuchen.“ 

Genauso wie der Marktmeister hofft das Ehepaar Blume, dass das Angebot noch ausgebaut werden kann. „Es ist nicht so leicht, Markthändler für einen Sonnabend zu bekommen. Das ist ein begehrter Markttag und die meisten Händler haben bereits Verträge“, sagt Frank Blume. Die Ortsbürgermeisterin freut sich unterdessen, dass alles so gut geklappt hatte. „In den frühen Morgenstunden hat es noch sehr stark geregnet. Doch mit Beginn des Markts lies das glücklicherweise nach“, sagt sie – und hat auch gleich selbst Frischwaren gekauft und Kostproben beim Stand mit den griechischen Spezialitäten probiert. „Ein Markt ist auch ein schöner Ort, um einfach mit den anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen“, sagt sie. Das kommt auch bei anderen gut an: Viele loben an diesem Tag die Initiative, die für Schulenburg eine echte Aufwertung bedeute.

Von Tobias Lehmann