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Umland Pattensen Nachrichten Wohnen für jedermann statt Flüchtlingsheim
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00:16 30.07.2017
Von Tobias Lehmann
36 Wohnungen der neuen Anlage sind bereits fertig. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen-Mitte

„Der Zuzug von Flüchtlingen in Pattensen tendiert mittlerweile gegen Null“, sagte der städtische Fachbereichsleiter Jörg Laszinski am Donnerstag beim bereits zweiten Richtfest der 6500 Quadratmeter großen Wohnanlage in direkter Nachbarschaft zum Calenberg-Center. Die Region Hannover hat deshalb gemeinsam mit der Stadt und dem Bauherrn entschieden, die bisherigen Planungen zu ändern. Die vor rund einem Jahr begonnene Wohnanlage wird jetzt keine Sammelunterkunft für Flüchtlinge mehr. „Wir bieten hier einfach 56 barrierefreie Wohnungen an“, sagte Struß, der als Geschäftsführer des Hemminger Unternehmens Nobis-Hof das rund 7,5 Millionen Euro teure Projekt entwickelt hat. Hauptmieter der Anlage bleibt die Stadt Pattensen.

Es war bereits das zweite Richtfest, da die Wohnanlage aus zwei Gebäuden besteht. Das erste mit 36 Wohnungen ist bereits fertig. Der Rohbau für das zweite Gebäude mit 20 Wohnungen wurde innerhalb der vergangenen fünf Wochen errichtet und wird voraussichtlich im Oktober vollendet sein. Fachbereichsleiter Laszinski geht davon aus, dass die 45 bis 60 Quadratmeter großen Wohnungen schnell belegt sein werden. „Der Bedarf ist da“, sagte er.

Struß hat sich beim Bau der Anlage speziell auch auf die Bedürfnisse von Senioren konzentriert. „Die Wohnungen sind alle barrierefrei, teilweise auch speziell für Rollstuhlfahrer geeignet“, sagte er. Zudem bieten beide Häuser auch größere Freiflächen, in denen zum Beispiel kleinere Veranstaltungen organisiert werden können oder die Senioren sich einfach zum Kaffeetrinken treffen können. „Einsamkeit ist ein großes Problem im Alter. Wir wollen Möglichkeiten der Kommunikation bieten“, sagte Struß. Er weist aber auch darauf hin, dass die Wohnungen Bürgern jeden Alters zur Verfügung stehen.

Eine Besonderheit ist, dass die Lichtschalter nicht fest installiert sind. Sie funktionieren per Funk und können vom Vermieter nach belieben an die Wand geklebt werden. „So sparen wir uns das Verlegen von Kabeln und bieten den Mietern mehr Flexibilität“, sagte Struß. Alle Badezimmer sind mit einem Fotomotiv vom Steinhuder Meer ausgestattet. „Wenn man duscht, will man doch entspannen. Die Bilder sollen dazu beitragen“, sagte Struß. Der Bauherr lobte auch die zahlreichen Mitarbeiter der Projekts. „Wir haben hier Handwerker aus 19 verschiedenen Nationen. Das ist gelebte Integration“, sagte er.

Fotostrecke Pattensen: Wohnen für jedermann statt Flüchtlingsheim

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