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Pattensen Anlieger sollen für Grünes Tal und Neuer Weg zahlen
Umland Pattensen

Pattensen: Anlieger sollen für Grünes Tal in Schulenburg und Neuer Weg in Pattensen-Mitte zahlen

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06:14 12.06.2019
Nach Meinung der Gutachter muss die Fahrbahn von Grünes Tal zwischen Milchweg und Meiersortweg auf ganzer Breite erneuert werden. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte/Schulenburg

An den Straßen Grünes Tal in Schulenburg und Neuer Weg in Pattensen-Mitte sind in erheblichem Maße Sanierungsarbeiten notwendig. Und die Stadt Pattensen wird von den Anliegern einen Teil der Kosten zurückfordern – gemäß den Regelungen der sogenannten Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs), wie sie im Stadtgebiet von Pattensen angewandt wird. Das ist das Ergebnis eines unabhängigen Gutachtens zum Umgang mit Grünes Tal und Neuer Weg.

Die Stadtverwaltung hatte im Rahmen des sogenannten Straßenerhaltungsmanagements entschieden, dass die maroden Straßen Grünes Tal und Neuer Weg Priorität haben sollen. Vorgeschlagen wurden keine kleinen Flickarbeiten, die von der Stadt allein bezahlt werden, sondern eine sogenannte grundhafte Erneuerung. An einer solchen umfassenden Erneuerung müssen sich laut Strabs die Anlieger finanziell beteiligen. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach den tatsächlichen Kosten auch nach Faktoren wie der Größe und Lage des Grundstücks.

Stadt bietet deshalb eine Ratenzahlung an

Das Thema Strabs führt seit Jahren zu Diskussionen. Es ist für viele Grundstückseigentümer auch häufig schwierig, Tausende von Euro aufzubringen. Die Stadt bietet deshalb eine Ratenzahlung an. Außerdem wird die grundsätzliche Frage – in Pattensen und landesweit – diskutiert, ob eine Strabs fair und zeitgemäß ist. Schließlich trifft sie nur die Anlieger, die Straßen, die erneuert werden, kann aber jeder benutzen. Deshalb gibt es in anderen Kommunen auch andere Modelle der Finanzierung, dann aber aus dem allgemeinen Haushalt der Städte oder Gemeinden.

Die SPD-Ratsfraktion Pattensen hatte zunächst beantragt, dass die beiden Straßen Neuer Weg und Grünes Tal nur eine neue Decke erhalten sollen. Für diese lediglich oberflächliche Erneuerung hätte die Stadt allein zahlen müssen. Der Ortsrat Pattensen-Mitte, zuständig für Neuer Weg in der Nähe der Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen, hatte dann beschlossen, dass beide Straßen aus dem Maßnahmenkatalog gestrichen werden sollen. Zudem sollte ein unabhängiges Gutachten aufzeigen, in welchem Zustand die Straßen tatsächlich sind und wie umfangreich die Sanierung sein soll.

Unabhängiges Gutachten liegt Stadt jetzt vor

Das Gutachten des Ingenieurbüros Richter aus Hildesheim liegt nach Angaben der Stadtverwaltung jetzt vor. Die Gutachter empfehlen, bei Grünes Tal zwischen Hauptstraße und Meiersortweg Fahrbahn und Entwässerungsrinne auszubauen und zwischen Meiersortweg und Hauptstraße die Fahrbahn, den Einmündungsbereich und die Decke zu sanieren. Bei Neuer Weg sollen von Einmündung Platz St. Aubin bis Schäferkamp Fahrbahn, Entwässerungsrinnen und Gehwege neu gemacht werden. Von Göttinger Straße bis Platz St. Aubin soll die Fahrbahn nur teilweise neu gemacht werden, dazu die Entwässerungsringen und die Gehwege. Zwischen Platz St. Aubin und der Brücke über den Hüpeder Bach soll laut Gutachter ein Teil der Fahrbahn, die Entwässerungsrinnen und die Gehwege teilweise saniert werden.

„Die Auffassung der Verwaltung wurde bestätigt“, so lautet das Fazit von Axel Müller, Erster Stadtrat von Pattensen und verantwortlich für den Baubereich. Er fürchtet aber, dass die Entscheidungen über Grünes Tal und Neuer Weg von der Politik wieder verschoben werden könnten, so lange noch grundsätzlich über die Strabs diskutiert wird. „Wir sind mit dem Erhaltungsmanagement der Straßen schon zwei Jahre im Verzug“, sagte er am Dienstag. „Und die Straßen werden nicht besser.“ Außerdem würden die Baukosten aller Erfahrung nach steigen, je später mit den Arbeiten begonnen wird.

Von Kim Gallop

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