Pattensen: Ausbau des Schulenburger Jugendtreffs kommt voran
Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Pattensen Nach Verzögerungen: Ausbau des Jugendtreffs Schulenburg kommt nun voran
Umland Pattensen

Pattensen: Ausbau des Schulenburger Jugendtreffs kommt voran

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:03 09.08.2020
Der Kachelofen im künftigen Schulenburger Jugendtreff wird mit einer Infrarotheizung ersetzt, kündigt der Kirchenvorstandsvorsitzende Thorsten Quindel an. Im Hintergrund ist der Durchbruch zur früheren Garage zu sehen. Quelle: Thomas Böger
Anzeige
Schulenburg

Wie so viele andere Projekte hat die Corona-Pandemie auch den Ausbau des Jugendtreffs der evangelischen Kirchengemeinde Schulenburg verzögert. Eigentlich sollte dieser schon Ende Juli fertig sein. Doch die Arbeiten beginnen erst im Mai und konnten nicht mehr vor den Betriebsferien der Baufirma beendet werden. Daher ist für die Fertigstellung nun der September vorgesehen. „Im Oktober wollen wir die Eröffnung dann mit Helfern und Spendern feiern“, kündigt der Kirchenvorstandsvorsitzende Thorsten Quindel an.

Alter Zugang ist schon zugemauert

Genutzt werden soll das ehemalige Gärtnerhaus, in dem vor Jahrzehnten der Friedhofsgärtner Blumen verkaufte. Später diente das Gebäude dann schon einmal Jugendlichen als Treffpunkt, wie Quindel sich erinnert. Zuletzt war es ein Lagerraum für die Corvinusbühne. Jetzt wird das Gebäude inklusive der Garage gänzlich umstrukturiert. So wird der neue Eingang durch die Garage führen, von der bereits ein Durchbruch zum Hauptraum geschaffen ist. Der frühere Eingangsbereich wiederum wird zur Toilette umgebaut. Die Zugangstür von außen ist bereits zugemauert worden.

Anzeige
Der frühere Eingang zum einstigen Gärtnerhaus ist zugemauert, der neue soll links davon durch die ehemalige Garage erfolgen. Quelle: Thomas Böger

In der einstigen Garage sollen später nicht nur Regale und Schränke stehen, sondern auch ein Kickertisch für Tischfußball. Der Hauptraum soll auch beheizbar sein. Der alte dort noch stehende Kachelofen wird allerdings durch eine Infrarotheizung ersetzt. An der Wand daneben soll laut Quindel eine Küchenzeile installiert werden.

Der Fußboden wird ebenso erneuert wie das bei den Fenstern und Elektroleitungen geschieht. Völlig neu gelegt werden müssen Wasser- und Abwasserrohre. Sie sollen vom benachbarten Wohnhaus herübergeführt werden, das ebenfalls der Thomasgemeinde gehört. „Dafür müssen wir erst mal einen Graben ziehen“, sagt Quindel.

Auch den Garten sollen die Jugendlichen nutzen können

Den Garten hinter dem Gebäude sollen die Jugendlichen ebenfalls nutzen können. Damit dort richtig Platz ist, müsse jedoch noch ein alter Hühnerstall abgerissen werden, erläutert der Kirchenvorstandsvorsitzende. Wann dies geschieht, steht noch nicht fest. Grund: Zurzeit lagern in dem alten Stall noch einige mehr als 150 Jahre alte Kirchenbänke, für die noch keine neue Unterstellmöglichkeit gefunden ist.

Insgesamt muss die Gemeinde rund 25.000 Euro für das Bauvorhaben aufwenden. Zum Teil werden die Arbeiten über Spenden finanziert. Dabei fließt nicht nur Geld, sondern es kommen auch Sachen und Arbeitsleistungen. So erhielt die Gemeinde eine gebrauchte, aber noch gut verwendbare Eingangstür, und die Elektroarbeiten verrichtet laut Quindel eine Schulenburger Firma kostenlos. Andere Handwerker hätten ebenfalls ehrenamtlich geholfen. „Aber Spenden sind weiterhin gern gesehen“, macht der Vorstandschef deutlich. Das Projekt ist in seinem Umfang schließlich für die Gemeinde durchaus eine finanzielle Belastung.

Von Thomas Böger