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Pattensen Ausschussvorsitzender fordert Schulbus für Jeinser Kinder
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Pattensen: Ausschussvorsitzender fordert Schulbus für Jeinser Kinder

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17:32 28.11.2019
Unterstützen die Forderungen nach einem Schulbus für die Jeinser Kinder: Edeltraut Ruppelt-Czybulka und Matthias Friedrichs. Quelle: Maximillian Eggers
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Jeinsen/Reden

In der Ratssitzung Mitte November ist die Entscheidung in geheimer Abstimmung gefallen: Trotz großen Protests der Jeinser wird die Leinetalschule geschlossen. Wer genau wie votierte, ist unbekannt – aber einer hat sich jetzt geoutet: Matthias Friedrichs (SPD), Vorsitzender des Schul- und Bildungsausschusses, stimmte nach eigenem Bekunden für den Erhalt der Leinetalschule. Da das Abstimmungsergebnis mit 20 zu 9 Stimmen jedoch eindeutig sei, müsse jetzt gemeinsam in die Zukunft geschaut werden.

Redener bieten Unterstützung für Jeinser an

„Gerade aufgrund dieser Ausgangslage ist es umso wichtiger, jetzt nicht zu schweigen, sondern uns klar zu den Jeinsern zu bekennen und unsere Unterstützung anzubieten. Es ist unser gemeinsames Pattensen, welches insgesamt betroffen ist“, sagt Friedrichs. Er schließt sich der Forderung nach der Einrichtung eines Schulbusses für die Jeinser Kinder an, die nach der Schließung der Schule die dann neu gebaute Grundschule in Schulenburg besuchen müssen. Dies fordert auch die Elterninitiative, die sich zuvor für den Erhalt der Leinetalschule eingesetzt hatte. Den Transport per Linienbus lehnen die Eltern mit dem Verweis auf Sicherheitsgründe ab.

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Auch Reden hatte einmal eine Grundschule

Die Grundschule in Reden wurde bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten geschlossen. Auf Betreiben von Politik und engagierten Bürgern, zu denen unter anderem Friedrichs Mutter Heidi Friedrichs gehörte, wurde seinerzeit erreicht, dass die damalige Kreisverwaltung Schulbusse zur Verfügung stellte, um Kinder aus Koldingen und Reden in die Grundschule nach Pattensen-Mitte zu fahren. Das Angebot wurde jedoch 1996 mit Hinweis auf den öffentlichen Nahverkehr eingestellt. Die Eltern drückten ihren Protest aus, indem sie ihre Kinder am ersten Tag nach den Sommerferien nicht zur Schule schickten, wie diese Zeitung damals berichtete.

Redens Ortsvorsteherin Edeltraut Ruppelt-Czybulka erinnert sich noch daran. „Unser Stadtteil hat vor einigen Jahren das gleiche Schicksal mit seiner Schule vor Ort erlitten und musste viele Hindernisse überwinden. Dass wir dies überhaupt schaffen konnten, haben wir mannigfaltiger Unterstützung zu verdanken“, sagt sie.

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