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Pattensen Bau des Fahrradwegs zur KGS verzögert sich um mehrere Monate
Umland Pattensen

Pattensen: Bau des Fahrradwegs zur KGS verzögert sich um mehrere Monate

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17:47 24.09.2019
Der Radweg soll an der Brücke über die Schille an der Dammstraße beginnen. Im Hintergrund ist die KGS Pattensen zu sehen. Quelle: Foto: Tobias Lehmann
Pattensen-Mitte

Kein Feldhamster, aber Wühlmäuse: Die erste Artenschutzkartierung im Gebiet des geplanten Radwegs von der Dammstraße bis zur Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen ist abgeschlossen. „Dabei wurden keine Feldhamster, jedoch eine große Zahl an Wühlmäusen festgestellt, welche den beobachteten vier Störchen eine gute Nahrungsgrundlage bieten“, führt die Verwaltung im aktuellen Bericht zu dem Projekt aus.

Umsetzung des Radwegprojekts ist nicht gefährdet

Der Erste Stadtrat und Leiter des Fachbereichs Bau, Axel Müller, sagte, dass sich der Bau des Radwegs immer aufwendiger gestalte, als zunächst gedacht. „Dennoch steht die Umsetzung des Projekts außer Frage“, betonte er in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Ursprünglich wollte die Stadt den von den Pattenser Bündnisgrünen 2016 erstmals geforderten Radweg schon dieses Jahr bauen. Dann forderte jedoch die Untere Naturschutzbehörde der Region Hannover eine zweifache Artenschutzkartierung, eine im Frühjahr und eine im Herbst. Die zweite Kartierung wird jetzt anlaufen. Anschließend wird die detaillierte Planung beginnen. „Es werden Ausgleichsflächen erforderlich sein“, sagte Müller. Sollten doch noch Feldhamster entdeckt werden, müssten diese umgesiedelt werden.

Weiterhin hat die Region Hannover jetzt noch ein offizielles Plangenehmigungsverfahren gefordert. Darin können alle Träger öffentlicher Belange sich noch zu dem Projekt äußern. Das Verfahren kann erst veranlasst werden, wenn die Artenschutzkartierungen abgeschlossen sind. Durch diese Auflagen verzögert sich das Projekt um mehrere Monate. Müller geht aber davon aus, dass der Radweg im nächsten Jahr gebaut werden kann.

Stadt reicht Förderantrag ein

Die konkrete Planung des Wegs ist bereits abgeschlossen. Der Radweg soll rund 700 Meter lang sein und eine Breite von 2,50 bis 3,50 Meter haben. Zudem ist eine durchgehende Beleuchtung geplant. Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 340.000 Euro und hofft auf öffentliche Zuschüsse von bis zu 50 Prozent. Der entsprechende Antrag über die Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld wird gerade formuliert. Die Artenschutzkartierungen und das Plangenehmigungsverfahren werden die Kosten nicht in die Höhe treiben. Lediglich die zeitliche Verzögerung könne für einen leichten Anstieg der Kosten sorgen, da die Baupreise noch etwas teurer werden könnten, erläuterte Müller.

Die Ratsfraktion der Bündnisgrünen hatten den Radweg beantragt, da viele Schüler zurzeit den schmalen Schäferkamp nutzen, um mit dem Fahrrad zur Schule zu gelangen. Der Schäferkamp ist offiziell nur als Fußweg ausgewiesen. Die Ratsfraktion hatte in ihrem Antrag ausgeführt, dass sich dort Radfahrer und Fußgänger immer wieder in die Quere kommen und Unfallgefahr besteht.

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Von Tobias Lehmann

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