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Pattensen Bike-and-Ride-Anlage wird noch dieses Jahr gebaut
Umland Pattensen

Pattensen: Bike-and-Ride-Anlage in Pattensen-Mitte wird noch dieses Jahr gebaut

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18:00 13.08.2019
Zurzeit wird die Haltestelle Schöneberger Straße noch barrierefrei ausgebaut. Direkt im Anschluss folgt der Bau der Bike-and-Ride-Anlage. Quelle: Torsten Lippelt
Pattensen-Mitte

Die umstrittene Bike-and-Ride-Anlage an der Haltestelle Schöneberger Straße in Pattensen-Mitte soll noch dieses Jahr gebaut werden. Das teilt Klaus Abelmann, Sprecher der Region Hannover, auf Anfrage mit. Zurzeit wird die Haltestelle an der östlichen Seite der Göttinger Straße noch barrierefrei ausgebaut. Bei den Ende Mai begonnenen Arbeiten werden für 45.000 Euro unter anderem Führungselemente für Sehbehinderte sowie ein Sonderbord mit 16 Zentimetern Höhe installiert. Zudem wird die Busbucht zurückgebaut.

Arbeiten sollen noch dieses Jahr beendet werden

Abelmann teilt mit, dass während der Arbeiten gleichzeitig das Fundament für die rund 86 Meter lange Bike-and-Ride-Anlage gelegt wird. Die dann folgende Stahlkonstruktion für abschließbare Fahrradstellplätze soll im vierten Quartal des Jahres errichtet werden. „Wir hoffen, dass wir die Arbeiten dieses Jahr noch komplett abschließen können. Allerdings sind noch nicht alle Gewerke beauftragt“, sagt Abelmann.

Die Anlage wird fast drei Meter groß sein und Platz für mehr als 100 Fahrräder bieten. Die Baukosten von knapp 500.000 Euro übernimmt der Bund. In der Region Hannover sollen zunächst zwei Anlagen dieser Art und Größe installiert werden: in Pattensen und in Langenhagen.

Hier soll die 86 Meter lange Bike-and-Ride-Anlage errichtet werden. Quelle: Kim Gallop

Projekt ist politisch umstritten

In Pattensen ist das Projekt sehr umstritten. In der Ratssitzung im März hatten sich in geheimer Abstimmung bei einer Enthaltung 16 Ratsmitglieder dafür und 13 dagegen ausgesprochen. Die CDU-Fraktion hatte das Projekt geschlossen abgelehnt. Sie kritisierte die „unnötige Größe der Anlage“ wie auch die Vorgabe, dass die Stadt die Folgekosten übernehmen muss. Dazu gehört die Pflege der Anlage, wie das regelmäßige Streichen der Holzwände sowie das Abschließen einer Versicherung. Eine Schätzung über die Höhe der Folgekosten hat die Region bisher nicht vorgelegt. Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD) sagte in der Öffentlichkeit nicht, ob sie für oder gegen den Bau ist. Allerdings beklagte sie, dass die Kommunikation mit der Region Hannover in dieser Angelegenheit nicht einfach gewesen sei.

Auch Kritik an Rückbau der Busbucht

Zu Kritik führte bereits auch der Rückbau der Busbucht, welche die Region Hannover nicht mit der Stadt abgestimmt hat. Rechtlich gesehen muss sie das auch nicht. Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Georg Thomas warnte allerdings vor Staus und Unfällen und forderte, bei ähnlichen Fällen die Stadt zumindest vorher anzuhören.

Lesen Sie hier weitere Berichte über die Bike-and-Ride-Anlage:

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Von Tobias Lehmann

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