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Pattensen „Den Schwung der Freitags-Demos nutzen“
Umland Pattensen „Den Schwung der Freitags-Demos nutzen“
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16:02 14.02.2019
Beim Stammtisch der Bündnisgrünen im Pattenser Bad wird engagiert über den Klimaschutz diskutiert. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen

„Das Klima bekommt eine Lobby.“ Das sagte die Fraktionsvorsitzende der Pattenser Bündnisgrünen, Sandra Stets, beim öffentlichen Stammtisch ihrer Partei am Mittwochabend im Pattenser Bad. Dabei bezog sie sich unter anderem darauf, dass die Jugendlichen weltweit in den vergangenen Monaten ihre Stimme erhoben haben, was zum Beispiel bei den wöchentlichen Freitags-Demos sichtbar wird. Unter den zwölf Gästen waren auch die 15-jährigen KGS-Schülerinnen Luisa Harms und Finja Ochse, die sich engagiert an der Diskussion beteiligten.

Ausgangspunkt war die „Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit“ von elf evangelischen Landeskirchen und drei katholischen Bistümern, die deutschlandweit vom 6. März bis zum 21. April laufen soll. Jede der sieben Wochen steht dabei unter einem speziellen Klimaschutz-Motto. Nicole Schwarzer, Mitarbeiterin der evangelischen Landeskirche Hannover, sagte: „Wir wollen die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren.“

Die Sensibilisierung ist auch für Pattensens Klimaschutzmanagerin Dagmar Moldehn eine der drängendsten Fragen: „Wie schaffen wir es, dass möglichst viele Menschen den Klimaschutz in ihren Alltag integrieren?“ Harms und Ochse hatten dazu einige Vorschläge. „Wir könnten zum Beispiel eine Informationsveranstaltung im Calenberg Center organisieren“, sagte Ochse. Klaus Vorwerk von der BUND-Ortsgruppe Pattensen wies allerdings darauf hin, dass Veranstaltungen zu konkreten Themen meist besser angenommen werden. „Das Thema Klimaschutz ist möglicherweise etwas zu allgemein. Zudem wollen viele Leute gerade beim Shoppen kein schlechtes Gewissen eingeredet bekommen.“

Harms und Ochse schlugen daraufhin vor, kleinere Aktionen an ihrer Schule zu organisieren. „Unser Schulleiterin ist für Klimaschutzthemen immer sehr offen“, sagte Harms. Die Schülerin kann sich zum Beispiel vorstellen, in der Fastenwoche, die sich auf Mobilität bezieht, an ihrer Schule bei Lehrern und Schülern speziell dafür zu werben, das Auto zu Hause zu lassen und mit dem Fahrrad zu kommen. Der Bündnisgrüne Ratsherr Uwe Hammerschmidt sagte, dass auch die Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle spiele. Die Schule sollte über alle Aktionen, die zum Beispiel der Global-Goals-Kurs initiiere, auf der Homepage berichten und auch die öffentlichen Medien informieren. Die Teilnehmer des Kurses, zu denen auch Harms und Ochse zählen, haben unter anderem bereits einen Schulgarten gepflanzt und betreuen jetzt den Schulwald. In diesem Jahr sollen mit Unterstützung des städtischen Gärtnermeisters zudem Blühwiesen angelegt werden, die einen Lebensraum für Bienen bieten.

Hammerschmidt regte zudem an, auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung in die Aktionswochen einzubinden. „Vielleicht wäre eine Umfrage nach vegetarischen Rezepten möglich. Dann könnten wir ein vegetarisches Kochbuch der Stadtverwaltung Pattensen herausgeben“, sagte er. Moldehn dämpfte aber die Erwartungen. „Der Klimaschutz hat noch nicht bei allen Bürgern einen so hohen Stellenwert“, sagte sie. Schwarzer ergänzte, dass dies auch in Ordnung sei. „Es können niemals alle Menschen für ein Thema begeistert werden. Für uns ist es schon ein Erfolg, wenn wir durch die Aktion ein paar mehr Menschen als zuvor erreichen können.“ Vorwerk kam abschließend noch einmal auf die Aussage von Stets zu Beginn der Veranstaltung zurück. „Es ist jetzt gerade eine gute Zeit für den Klimaschutz. Wir sollten den Schwung der Freitags-Demos nutzen.“

Von Tobias Lehmann

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