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Pattensen 20 Jahre Verein Mobile: „Ein erfolgreiches Exportmodell“
Umland Pattensen

Pattensen: Empfang zu 20-jährigem Bestehen von Mobile mit Mehrgenerationenhaus

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00:17 19.06.2019
Zahlreiche Gäste besuchen die Feier zum 20-jährigen Bestehen von Mobile im Rathaus, darunter auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth (orangenes Kleid). Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen

Es ist die Geschichte eines zunächst kleinen Vereins, der das „wohl erfolgreichste niedersächsische Exportmodell auf Bundesebene“ geschaffen hat. So bezeichnete die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth das vom Pattenser Verein Mobile betriebene Mehrgenerationenhaus. Sie gehörte zu den zahlreichen geladenen Gästen, die am Freitag das 20-jährige Bestehen des Vereins in Pattensen im Rathaus gefeiert haben. „Heute gibt es bundesweit mehr als 500 Mehrgenerationenhäuser“, sagte Flachsbarth.

In Pattensen entstand das erste öffentlich geförderte Mehrgenerationenhaus

Zunächst firmierte das heutige Mehrgenerationenhaus noch unter dem Namen Familienzentrum. Den damaligen Vereinsmitgliedern ging es zunächst vor allem darum, einen neuen Hort in der Stadt zu schaffen. Dafür bauten sie die ehemalige Tischlerei an der Göttinger Straße für rund 140.000 Euro – damals 280.000 Mark – entsprechend um. „Die meisten Frauen, die hier mitarbeiten, mussten den Umgang mit den Werkzeugen erst lernen“, wurde eine Mobile-Aktivistin damals in der Lokalzeitung zitiert. „Jetzt macht uns die Arbeit viel Spaß, obwohl es etwas länger dauert als bei den Profis. Im Februar 1999 wurde der Hort des Familienzentrums dann eröffnet. Bei der Feier jetzt im Rathaus zeigten die Vereinsmitglieder noch einen Overall, den die damals Aktiven beim Umbau trugen.

Mit dem blauen Overall haben die Gründungsmitglieder des Vereins Mobile die ehemalige Tischlerei an der Göttinger Straße vor 20 Jahren zum Familienzentrum umgebaut. Die heutigen Vorstandsmitglieder begrüßen die Gäste im Rathaus: Elke Eicke (von links), Birgit Vogel, Annette Köppel und Marion Gemen. Quelle: Tobias Lehmann

In folgenden Jahren baute der Verein das Angebot dann immer weiter aus. Schließlich eröffnete Mobile 2003 das erste öffentlich geförderte Mehrgenerationenhaus in Niedersachsen. Der Verein bot zu dem Zeitpunkt unter anderem Betreuung für Vorschulkinder, eine Hortgruppe für Schüler, einen Mittagstisch sowie einen sogenannten Wunsch-Großeltern-Dienst an. Heute hat der Verein mehr als 100 ehrenamtliche Mitarbeiter.

Mobile bereichert die Stadt mit vielen Angeboten

Bürgermeisterin Ramona Schumann sagte in ihren Grußworten, dass sie sich noch an die Skepsis erinnern kann, mit welcher der Verein zunächst zu kämpfen hatte. Nicht alle Pattenser sollen dem ausschließlich von Frauen geleiteten Verein damals zugetraut haben, die vielen Ambitionen auch umsetzen zu können. „Doch wenn es Widerstände gibt, heißt das für Frauen meistens nur: Jetzt erst recht“, sagte Schumann. So habe der Verein nicht nur die Stadt Pattensen mit seinen zahlreichen Angeboten bereichert, sondern auch dazu beigetragen, die Akzeptanz für Frauen in Führungsrollen zu erhöhen. Schumann bedankte sich auch dafür, dass Mobile das Rathaus als Ort des Empfangs zum 20-jährigen Bestehen ausgesucht habe. „Das zeigt auch die Verbundenheit des Vereins mit der Stadt“, sagte die Bürgermeisterin.

Die Vorsitzende Annette Köppel stellte am Ende der Veranstaltung verschiedene Mitglieder des Vereins sowie deren Angebote vor. „Zusammen sind wir mehr als die Summe der einzelnen Teile. „Der Verein steht für ein vielfältiges Miteinander und neue Ideen“, sagte sie unter dem Applaus der Gäste.

Mobile plant jetzt auch noch eine große öffentliche Feier. Diese wird am Sonnabend, 22. Juni, ab 15 Uhr im Fuchsbachpark sein. Außer zahlreichen Spielen für Kinder wird es auch Bewegungsangebote für Erwachsene geben. Zudem präsentieren sich Vereine und Institutionen aus der Stadt. Die Band Parkers Pepping aus Springe wird mit Flower-Power-Hits ab 19 Uhr den musikalischen Ausklang des Fests einläuten.

Die Geschichte des Pattenser Vereins in einigen Bildern.

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Von Tobias Lehmann

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