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Pattensen Fairtrade Town: Fragebogen für Gewerbe ist fertig
Umland Pattensen

Pattensen: Fairtrade Town: Fragebogen für Gewerbe in Pattensen ist fertig

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06:00 14.08.2019
Der Fairtrade-Fragebogen soll an alle Firmen und Gewerbetreibenden - auch im Gewerbegebiet (Foto) - gehen. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

In diesen Tagen geht ein Fragebogen zum Thema Fairtrade Town an die Gewerbetreibenden, Gastronomen und Geschäftsleute im gesamten Stadtgebiet von Pattensen. Das teilte Andrea Eibs-Lüpcke mit, Ratsmitglied und Mitglied der Arbeitsgruppe (AG) Fairtrade Town. Mit dem Fragebogen soll ermittelt werden, welche Initiativen zu fair gehandelter Ware es in der Stadt schon gibt. Die Stadt will sich um den Titel Fairtrade Town bewerben und muss dafür einige entsprechende Initiativen vorweisen können.

Der Fragebogen wurde in der AG entwickelt, in der unter anderem auch Arne Schütt, der Wirtschaftsförderer der Stadt, mitarbeitet. Der Fragebogen wird auf die Homepage der Stadt gestellt, so dass jeder sich damit beschäftigen kann. Zusätzlich wird Schütt über seine E-Mail-Verteiler gezielt Geschäftsleute und Gastronomen ansprechen.

Geschäftsleute und Kunden sensibilisieren

Der Fragebogen verfolge zwei Hauptziele, erläutert Eibs-Lüpcke. „Einerseits müssen wir das Rad nicht neu erfinden, sondern wir fragen, wo es schon fair gehandelte Produkte zu kaufen gibt, oder wo schon mit fair produzierten Materialien gearbeitet wird.“ Andererseits möchte die Gruppe die Gewerbetreibenden, aber auch ihre Kunden „dafür sensibilisieren, was man noch alles machen kann“.

Viele Einzelaspekte des Themas seien aber auch sehr komplex, räumt Eibs-Lüpcke ein. Dazu gehöre zum Beispiel das Thema Blumen und Floristik. Immer mehr Floristen in Deutschland hätten inzwischen fair gehandelte Blumen aus Blumenfarmen in Ostafrika und Lateinamerika im Angebot. Mit dem Kauf dieser Blumen können die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Arbeiter nachhaltig verbessert werden. Andererseits sind dann oft Blumen von örtlichen Gärtnereien wegen der geringeren Stückzahlen teurer – und somit nicht mehr wettbewerbsfähig. Dabei könnte der Kauf bei lokalen Anbietern die örtliche Wirtschaft stärken und lange, eventuell umweltschädliche Transportwege für die Ware vermeiden.

Der Fairtrade-Fragebogen soll an alle Firmen und Gewerbetreibenden - auch am Calenberg Center (Foto) - gehen. Quelle: Kim Gallop

Fragebogen zu Fairtrade ist kurz und knackig

Der Fragebogen selbst sei bewusst einfach gehalten, sagt Eibs-Lüpcke – „kurz und knackig“. Jeder Adressat könne mit einem Blick sehen, dass er für das Ausfüllen nicht viel Zeit braucht. Es wird nach Kontaktdaten und Ansprechpartnern gefragt sowie nach der Branche – Handel, Gewerbe, Gastronomie, aber auch Verein oder Verband. Außerdem gibt es Fragen nach bereits eingesetzten Fairtrade-Produkten und -Rohstoffen und nach geplanten eigenen Aktionen in Richtung Fairtrade. Eibs-Lüpcke rechnet damit, dass die Auswertung nach den Herbstferien erfolgen kann.

Das nächste Treffen der AG Fairtrade Town ist am Mittwoch, 14. August, ab 18.30 Uhr bei St. Lucas in Pattensen im Gemeinderaum der Superintendentur. Neue Mitstreiter sind willkommen.

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Von Kim Gallop

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