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Pattensen Garagenflohmarkt bricht Teilnehmerrekord
Umland Pattensen

Pattensen: Garagenflohmarkt in Pattensen-Schulenburg bricht Teilnehmerrekord

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18:03 10.09.2019
Bei Britta und Gerd Siebenthaler gibt es vom Waschbrett über Bilder und Notenblätter bis hin zu Werkzeug ein reichhaltiges Flohmarktangebot. Quelle: Torsten Lippelt
Schulenburg/Leine

Der Garagenflohmarkt, der zum dritten Mal in Schulenburg/Leine stattgefunden hat, hat den bisherigen Teilnahmerekord gebrochen. Die Anwohner hatten für den vergangenen Sonntag insgesamt 107 Stände angemeldet – mehr als in den Jahren zuvor. Das Interesse war auch auf der anderen Seite so groß wie nie: Die Veranstalter teilten mit, dass bei der dritten Auflage an die 2000 Flohmarktbesucher in den Straßen von Pattensen-Schulenburg gezählt wurden.

Ordentlich aufgeräumt haben die Schulenburger für den Garagenflohmarkt. Die Kunden drängten sich in den Straßen und suchten nach Kuriositäten und Schnäppchen.

Alle, die in Schulenburg unterwegs waren, erlebten eine ungewohnte Optik: Die Hauptstraße war fast zugeparkt, überall schlenderten Spaziergänger, und 107 Grundstückseinfahrten waren bunt geschmückt mit Luftballons.

Denn exakt so viele Teilnehmer hatten mit den Luftballons vor Haus oder Grundstück signalisiert, dass sie am inzwischen bereits dritten Schulenburger Garagenflohmarkt teilnehmen. „Das ist ein Rekord, beim ersten Mal vor zwei Jahren waren es 80, im letzten Jahr dann 85 Flohmarktanbieter“, freute sich Christian Möller mit seinen beiden Mitorganisatoren Torsten Schmalz und Michael Wahl über die große Resonanz.

Zu diesem Erfolg hat neben der Werbung mit eigener Homepage, Flyern und Plakaten wohl auch die Aufnahme als Ausflugsziel in den Tourenkalender des zeitgleich stattfindenden Großraum-Entdeckertages der Region Hannover beigetragen. Für 5 Euro Anmeldegebühr konnte jeder Schulenburger Anwohner offiziell dabei sein und in der vom Auto befreiten Garage oder auf seinem Grundstück alles zum preiswerten Erwerb anbieten, von dem man sich trennen wollte.

Wetter trägt zum Erfolg bei

Auch das Wetter hatte einen Anteil am Erfolg: Nachdem der Tag doch recht bedeckt begonnen hatte, wurde es nach und nach immer sonniger und wärmer. Und so waren bei gewünscht schönstem Wetter die rund 2000 Flohmarktbesucher den Tag über im Ort unterwegs und stöberten – auch dank eines detaillierten Standortplanes - von 10 bis 16 Uhr feilschend zwischen Kinderspielzeug, Möbeln und weiterem Dekorativem für Daheim bis hin zu Werkzeug.

Annina (8) trennt sich aus Altersgründen von einer Puppe und einem Stoffhund Quelle: Torsten Lippelt

„Ich bin halt schon zu alt dafür“, begründete beispielsweise Annina (8), die an der Schulstraße ihre Waren feilbot, warum sie sich nicht nur von viel Spielzeug, sondern auch von ihrer Puppe und einem kleinen Stoffhund trennen wollte.

Wenige Meter weiter war es Martin Drewniok, der andere wortwörtlich mal in den Genuss kommen lassen wollte, ein echtes Steckenpferd – oder genauer gesagt ein Strohschaukelpferd – zu reiten. „Ich bin schon früher mit meinem Vater gern auf Flohmärkten gewesen. Deshalb mache ich jetzt schon das zweite Mal mit, weil es Spaß macht“, begründete er seine Beteiligung.

Ebenfalls zum zweiten Mal dabei war Hans-Werner Gent: „Der Umsatz ist eher unwichtig, es macht einfach Spaß“, sagte er. Vor allem auch seinem Enkel Linus (7), der seinen eigenen Stand hatte: „Ein doppeltes Werrner-Buch habe ich schon verkauft“, berichtete er und will auch gern im nächsten Jahr wieder mit dabei sein.

Der Umsatz ist Nebensache, Spaß ist wichtiger

Während es beim Ehepaar Britta und Gerd Siebenthaler von Büchern über Notenblätter und Bildern bis hin zu Werkzeug vielerlei zu kaufen gab – „Ein Garagenflohmarkt daheim spart viel Transportzeit und oft hohe Standgebühren anderswo“, so Britta Siebenthaler –, belohnte die zum zweiten Mal teilnehmende Hilde Butter potentielle Käufer ihrer Kunstartikel und Kleinmöbel auf die leckere Art: mit Apfel- oder Zwetschgenkuchen, Schnittchen, Kaffee und Wasser.

Wer sich sonst zwischendurch oder abschließend von seinem erfolgreichen Schnäppchen-Rundgang erholen wollte, tat dies beim zentralen Anlaufpunkt, dem Café Eis Blume, an der Hauptstraße. Dort gab es auch einen Imbiss mit Bratwurst, Pommes Frites sowie Getränken. Gefeilscht werden konnte hier allerdings nicht.

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Von Torsten Lippelt

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