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Pattensen Das Jugendparlament will zum Start ein sichtbares Zeichen setzen
Umland Pattensen

Pattensen: Jugendparlament Pattensen will ein sichtbares Zeichen setzen

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18:02 05.09.2019
Jugendbürgermeister Joshua Kimpioka stellt den ersten Antrag des Jugendparlament im Rat der Stadt Pattensen vor. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen

Max Habermann ist der stellvertretende Jugendbürgermeister für Pattensen. Das gab das Jugendparlament in seiner ersten öffentlichen Sitzung am Mittwochabend im Jugendtreff am Corvinusplatz bekannt. In der konstituierenden Sitzung direkt nach der Wahl war zunächst nur Jugendbürgermeister Joshua Kimpioka gewählt worden. Die Mehrheit hat sich jetzt für Max Habermann als seinen Stellvertreter ausgesprochen.

Max Habermann ist stellvertretender Jugendbürgermeister. Quelle: Tobias Lehmann

Damit hat das Gremium alle Ämter besetzt. Zum Kassenwart wählten die Jugendlichen am Mittwochabend einstimmig Benjamin Zehler. Er wird das Budget verwalten, dass die Stadt dem Gremium zur Verfügung stellt. Bürgermeister Ramona Schumann wird den Haushalt 2020, der dann auch das Jugendparlament berücksichtigt, in der Ratssitzung am Donnerstag, 26. September, ab 19 Uhr vorstellen. Der Sitzungsort wird noch bekannt gegeben.

Jugendbürgermeister bringt ersten Antrag im Rat ein

Für Pattensens Jugendbürgermeister Kimpioka wird es schon am Donnerstagabend, 5. September, ernst. Der 20-Jährige stellt in der Ratssitzung, die um 19 Uhr in der KGS-Mensa beginnt, den ersten Antrag des Ende Mai gewählten Jugendparlaments vor. Die Mitglieder fordern den Bau eines Outdoorparks, der entweder eine Skatebahn oder eine Calisthenics-Anlage mit unterschiedlichen Sportgeräten enthalten soll. Weiterhin wollen sie Solarbänke, an denen Handys oder Tablets aufgeladen werden können. Als Ergänzung sollen auch überdachte Bänke, die WLAN bieten, im Stadtgebiet aufgestellt werden.

Jugendliche wollen ein Zeichen setzen

„Möglicherweise fordern die Ratspolitiker eine Priorisierung von uns“, sagte Kimpioka in der Sitzung des Jugendparlaments am Mittwochabend. Unter den Mitgliedern gingen die Meinungen allerdings auseinander. „Ich finde, wir sollten zunächst ein paar Solarbänke fordern. Das ließe sich sicherlich relativ schnell umsetzen, und wir könnten damit der Öffentlichkeiten zeigen, dass wir da sind“, sagte Florian Ernst. Der Bau einer Outdooranlage könne Jahre dauern. „Bis die kommt, sind wir schon nicht mehr im Amt“, meint der Jungpolitiker. Das Gremium ist für zwei Jahre gewählt.

Benjamin Zehler sagte, dass es vor allem darum gehe, einen Ort „für Jugendliche zum Abhängen“ zu schaffen. Sobald der Ort feststehe, könnten dort zunächst Bänke aufgestellt und anschließend die Anlage nach und nach darum herum gebaut werden.

Pattensens Jugendvertreter wünschen sich noch mehr Solarbänke wie diese vor dem Rathaus für das gesamte Stadtgebiet. Quelle: Kim Gallop

Outdoor-Anlage sollte nicht im Wohngebiet sein

Die Jugendlichen haben in dem Antrag noch keine Vorschläge zu einem möglichen Ort oder der Finanzierung des Projekts gemacht. Sie zeigen bei der Vorbesprechung aber schon Weitsicht: Kjell Schneemann sagte, dass die Anlage nicht direkt innerhalb einer Ortschaft sein sollte. „Schließlich sollen Jugendliche die Möglichkeit haben, sich auch nach 20 Uhr noch dort aufzuhalten. Da sollten wir möglichen Lärmbelästigungen gleich ausschließen“, meinte er.

SPD-Ratsfrau Marion Kimpioka nahm als Zuschauerin an der Veranstaltung teil. Sie erläuterte, dass der Rat zunächst nur entscheiden werden, ob sich Pattensens Volksvertreter überhaupt weiterhin mit dem Antrag beschäftigen. Details könnten auch später noch geklärt werden. Die Jugendlichen einigten sich deshalb darauf, ihre Forderungen zu einem späteren Zeitpunkt zu konkretisieren.

Radverkehrskonzept für das Stadtgebiet?

Die erste öffentliche Sitzung des Jugendparlament dauerte zweieinhalb Stunden. Klimaschutzmanagerin Dagmar Moldehn sprach mit den Jugendlichen über einzelne Themen, die Schüler der KGS Pattensen sich beim dem Planspiel Plenergy für die Stadt gewünscht hatten wie den Ausbau der drei Windparks im Stadtgebiet, das Aufstellen von zusätzlichen Mülleimern sowie das Erstellen eines Radverkehrskonzepts für die Stadt.

Florian Ernst warnte, dass das Gremium sich genau anschauen sollte, welche Vorschläge aus der KGS konkreter ausgearbeitet und der Politik vorgestellt werden sollten. „Wenn wir zu viele Anträge stellen, werden irgendwann schon aus Gewohnheit alle abgelehnt“, sagte er.

Auf grundsätzliche Sympathie bei den Jupa-Mitgliedern stieß die Idee des Radverkehrskonzepts, um den Radverkehr in der Stadt attraktiver zu machen. Mila Revink schlug vor, dass sich die Jugendlichen die Radwege genauer anschauen, um zu sehen, welche etwa besonders sanierungsbedürftig sind.

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Von Tobias Lehmann

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