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Pattensen Jugendparlament will gegen wilden Müll angehen
Umland Pattensen

Pattensen: Jugendparlament von Pattensen will gegen wilden Müll angehen

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17:31 30.09.2019
An der Bahnstraße beim Raiffeisen-Gebäude liegt viel Müll herum. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

Gegen wilden Müll an Straßen und Plätzen will das Jugendparlament (Jupa) von Pattensen angehen. Ein Mitglied hatte bei der jüngsten Sitzung über Klagen über den Zustand an der Bahnstraße berichtet.

An dieser Straße in direkter Nachbarschaft zur Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen liegt das ehemalige Raiffeisen-Gebäude. Die von Graffiti bedeckte Industriebrache mit der Rampe ist ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche. Tatsächlich liegen auf dem Boden und auf der Rampe aktuell viele Zigarettenkippen, Zigarettenschachteln sowie Süßigkeiten- und Getränkeverpackungen herum.

Der Mülleimer an der Ecke des Raiffeisen-Gebäudes wird offenbar missachtet. Quelle: Kim Gallop

Mülleimer sind vorhanden

„Es gibt dort zwei Mülleimer in der Nähe“, betonte das Jupa-Mitglied. Es schlug vor, dass die Stadt einen weiteren Müllbehälter aufstellt. Oder ein Schild mit dem Verbot, dort Müll zu hinterlassen.

„Ich wüsste nicht, wie wir als Jugendparlament zu diesen Jugendlichen durchdringen können“, gab ein Jupa-Mitglied zu bedenken. „Es wird schwer, da etwas durchzusetzen“, meinte auch Jugendbürgermeister Joshua Kimpioka. „Man kann niemanden verbieten, sich dort aufzuhalten.“

Dennoch machte sich das Gremium über Lösungen Gedanken. Der Konsens war aber: Die Jugendlichen sollen nicht verscheucht werden, aber sie sollen in Zukunft ihren Müll mitnehmen, wenn sie wieder gehen.

Rathaus gehört zu den Problembereichen

Ein weiteres Mitglied brachte noch den Schäferkamp und den Bereich vor dem neuen Rathaus an der Göttinger Straße als Negativbeispiele ins Gespräch, wo Passanten – vorrangig Jugendliche – viel Müll hinterlassen. „Wie wäre es mit einer Müllsammelaktion?“, lautete ein Vorschlag. Das kam nicht so gut an. Es ginge nicht darum, anderen hinterherzuräumen, hieß es, sondern diejenigen zu erreichen, die ihren Müll einfach an Ort und Stelle fallen lassen.

Jugendpflegerin Claudia Bank, die das Jugendparlament als Vertreterin der Stadt Pattensen begleitet, teilte mit, dass die Stadt und die Polizei über das Müllproblem an der Bahnstraße informiert seien.

Stadt sind die Probleme bekannt

Die Probleme an der Bahnstraße seien der Verwaltung bekannt, bestätigte Stadtsprecherin Andrea Steding auf Anfrage dieser Zeitung. „Die Jugendlichen sitzen auf der Rampe“, hat sie beobachtet, „und es wird sicherlich auch geraucht, gegessen und getrunken.“ Und dann bleibe der Müll dort liegen. Es habe darüber schon hin und wieder Beschwerden gegeben.

Über den Schäferkamp seien der Stadt aktuell keine Beschwerden bekannt, sagte Steding. Ähnliche Probleme gebe es nach ihrer Beobachtung und nach Sichtung der Beschwerden von Anliegern um den Busbahnhof Pattensen herum und am neuen Rathaus.

„Der Hausmeister macht am Rathaus jeden Morgen sauber, aber am nächsten Tag liegt da morgens wieder Müll herum“, bedauerte sie. Die Stadt freue sich, wenn Menschen, ob jung oder alt, es sich auf den Bänken am Rathaus bequem machten. „Es wäre einfach schön, wenn alle ihren Müll wieder mitnehmen. Im Übrigen würden dort auch Mülleimer stehen.

Am ZOB liegt auch Müll herum

„Auch in den Büschen am ZOB liegt viel Müll“, sagte Steding. Ebenso sei es an den Fuß- und Radwegen zur Schule hin. „Da spricht schon einiges dafür, dass am Schulweg Jugendliche dafür verantwortlich sind.“

Sie wundere sich über dieses Verhalten, weil viele der KGS-Schüler so engagiert für Umweltschutz und Müllvermeidung streiten würden, sagte die Stadtsprecherin. Schließlich würde an der KGS intensiv im Sinne der Global Goals – den Zielen der UN für nachhaltige Entwicklung – gearbeitet. Viele Schüler würden bei den gemeinschaftlichen Müllsammelaktionen Großer Rausputz mitmachen. „Es gibt an der KGS ein großes Engagement“, betonte Steding, „aber auch bei einigen kein Problembewusstsein.“

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