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Pattensen Forschertour zur Windenergie: Kinder sind mit Neugier dabei
Umland Pattensen

Pattensen: Kinder aus Pattensen lernen die Windenergie kennen

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15:22 10.07.2019
Probe in der Praxis: Vier Mädchen lassen ein kleines Windrad drehen. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen

Umweltschutz kann Spaß machen. Das ist eine der Botschaften, die die Stadt Pattensen gemeinsam mit der Region Hannover 21 Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren bei einer Energieforschertour zu den Windrädern zwischen Pattensen und Hemmingen vermittelt hat. Denn auch Kinder wissen schon von den aktuellen Bedrohungen für das Klima. Als der Leiter des Workshops, Volker Stahnke, in seiner Rolle als Claudius Immergrün, etwas von Fischen im Wasser erzählt, sagt eines der Kinder: „Bald haben wir mehr Plastik als Fische in den Meeren.“

Im Mittelpunkt des Workshops stehen allerdings erneuerbare Energien wie Wind, Sonne oder Wasser. Immergrün hat selbst gebastelte Miniatur-Windräder mitgebracht und lässt die Kinder auf die Suche nach dem Wind gehen. Zunächst stellen sie sich auf das flache Feld und halten die Windräder einfach in die Luft. Als das noch nicht so gut gelingt, suchen sie sich Erhöhungen wie die Treppe an einem echten Windrad oder aufgeschüttete Sandhügel. Dann drehen sich die kleinen Räder plötzlich.

Die Kinder gehören zu einer Ferienbetreuungsgruppe der Stadt Pattensen. Zu den Betreuern zählen Jugendpflegerin Claudia Bank und Joshua Kimpioka, der auch Jugendbürgermeister der Stadt ist. „Aus pädagogischer Sicht ist das ein toller Workshop. Die Kinder lernen etwas in der Praxis und nicht nur theoretisch“, sagt Kimpioka.

Pattenser Kinder nehmen mit Spaß und Freude am Workshop teil.

Pattensen produziert Strom für rund 40.000 Personen

Vor Ort sind auch Pattensens Klimaschutzmanagerin Dagmar Moldehn und Eike Müller, Projektleiter bei der Klimaschutzagentur Region Hannover. „Ziel solcher Workshops ist es, den Kindern Schlüsseltechnologien für den Umweltschutz vorzustellen. Ohne Windenergie werden wir die Klimaneutralität nicht erreichen“, sagt Müller. Er kennt auch die aktuellen Zahlen für Pattensen: Im Stadtgebiet gibt es insgesamt 17 Windkraftanlagen, die insgesamt 64 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren. Das entspricht einem durchschnittlichen Strombedarf von rund 40.000 Personen. Damit werden jährlich fast 50.000 Tonnen CO2 eingespart.

Moldehn bestätigt, dass die gesamte Stadt nach aktuellen Statistiken 56 Prozent mehr Strom produziert als sie verbraucht, inklusive der Gewerbebetriebe. „Das liegt vor allem an den Windkraftanlagen“, sagt sie. Auch Moldehn hält es für sinnvoll, Kinder frühzeitig an das Thema heranzuführen. „Solche Workshops sind Teil des Pattenser Klimaschutzprogramms“, sagt sie.

Wie der Wind entsteht

Zum Abschluss des Workshops fragt Claudius Immergrün die Kinder, woher der Wind denn überhaupt komme. Er erläutert das an einem Experiment. Immergrün füllt kaltes Wasser in einen Behälter und legt anschließend eine kleine Kapsel mit warmem und farbigem Wasser auf den Grund. Als die Kapsel sich öffnet, steigt das farbige Wasser nach oben. Die Kinder beobachten alles aufmerksam, und eines der Mädchen weiß: „Hitze steigt immer nach oben.“ So ist es auch bei der Luft, erläutert Immergrün. Die Sonne erwärmt den Erdboden und die Luft darüber. Diese steigt dann nach oben und wird dort kälter, worauf sie wieder nach unten sinkt. „So gerät die Luft in Bewegung, und es entsteht Wind“, sagt er.

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Die Stadt Pattensen bemüht sich auf unterschiedlichen Ebenen um Klimaschutz. Unter anderem hat sie ein Klimaschutzforum veranstaltet, die Schüler der KGS Pattensen haben bei einem Planspiel über das Thema diskutiert – auch dies in Kooperation mit der Klimaschutzagentur der Region.

Von Tobias Lehmann

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