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Pattensen Krippe im ehemaligen DGH startet am Montag
Umland Pattensen Krippe im ehemaligen DGH startet am Montag
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15:49 12.04.2019
Frische, freundliche Farben: Kita-Leiterin Ilka Dangl zeigt den Bewegungsbereich.
Frische, freundliche Farben: Kita-Leiterin Ilka Dangl zeigt den Bewegungsbereich. Quelle: Kim Gallop
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Schulenburg

Ein bisschen riecht es nach frischer Farbe, und im Nebenraum wird am Freitag noch gehämmert. Aber der erste Eindruck von der neuen Krippe in Schulenburg ist der von Helligkeit und frischen, fröhlichen Farben. Ab Montag werden im ehemaligen Dorfgemeinschaftshaus (DGH) „Alte Schule“ an der Schulstraße die ersten Kinder betreut. Im Laufe des Kitajahres werden weitere Ein- bis Dreijährige dazu kommen, bis die maximale Gruppenstärke von 15 Kindern erreicht ist. In direkter Nachbarschaft hinter der neuen Krippe steht die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) getragene Kindertagesstätte mit drei Kindergarten- und einer Krippengruppe. Das DRK wird auch die Trägerschaft der neuen Krippe übernehmen und Kita-Leiterin Ilka Dangl übernimmt zusätzlich die Leitung der neuen Außenstelle.

Im ehemaligen Dorfgemeinschaftshaus in Schulenburg öffnet am Montag die neue Krippe. Die Kinder kommen zur Eingewöhnung, bis die maximale Gruppenstärke von 15 Ein- bis Dreijährigen erreicht ist.

Das schmucke Backsteingebäude an der Schulstraße trägt nicht ohne Grund den Beinamen „Alte Schule“: Dort war von 1910 bis 1975, bis die Grundschule an der Gartenstraße fertig gebaut war, die Schule untergebracht. Dann stand das Haus, das sich im Besitz der Stadt befindet, eine Weile leer, bis es Dorfgemeinschaftshaus wurde. Der Ortsrat Schulenburg sowie örtliche Vereine hatten dort Sitzungen, ein Förderverein kümmerte sich um Vermietungen für Familienfeiern, zuletzt erhielten Flüchtlinge Deutschunterricht in der Alten Schule.

Um den Bedarf an Krippenplätzen, der in Schulenburg derzeit besonders hoch ist, decken zu können, hat die Stadt Pattensen entschieden, an der Schulstraße eine Krippe einzurichten. Der Förderverein hat sich aufgelöst, die Vereine treffen sich jetzt in anderen Räumen im Ort.

Die Krippe sollte eigentlich im November 2018 eröffnet werden, dann im Januar 2019, doch auch dieser Termin war nicht zu halten. Bereits bei den ersten Abbrucharbeiten waren in dem älteren Gebäude Mängel im Bereich Brandschutz sowie bei der Elektro- und Sanitärinstallation entdeckt worden, erläuterte Sylvia Düring, Leiterin des Sachgebiets Betreuung.

Die neue „Hummelgruppe“ wird langsam aufgebaut

Doch jetzt steht das Projekt vor dem Abschluss, es bleiben nur noch kleine Restarbeiten, die den Betrieb nicht beeinträchtigen sollen. Nun führt ein neuer doppelter Handlauf die Stufen zur Krippe hinauf – passend für große und kleine Besucher. Wie Leiterin Dangl sagte, steht ein großer Gruppenraum, ein Ruheraum, eine Küche sowie ein Wickelraum und ein Waschraum mit Toiletten zur Verfügung. Die Räume sind kindgerecht eingerichtet. Der Ruheraum, wo die Kleinen Mittagsschlaf halten sollen, ist in beruhigendem Blau gestrichen. Zum Wickeltisch führen Stufen hinauf, damit die Betreuerinnen sich beim Heben der Kleinen nicht den Rücken verziehen.

Rückenschonend: Kleinkinder können über eine Treppe auf die Wickelkommode steigen, damit sie von den Betreuerinnen nicht gehoben werden müssen. Quelle: Kim Gallop

Drei Fachkräfte werden die Krippenkinder der „Hummelgruppe“ betreuen, bisher kommen alle angemeldeten Jungen und Mädchen aus Schulenburg. Jeweils eine Handvoll Ein- bis Dreijährige werde nacheinander die Eingewöhnungsphase durchlaufen, bei der die Eltern eng eingebunden sind, erläuterte Dangl. Diese Phase dauere zwischen zwei und sechs Wochen. „Diese Loslösungsphase ist bei jedem Kind anders, deshalb staffeln wir die Eingewöhnungsphasen.“ Als Außengelände steht der Grün- und Spielbereich der benachbarten Kita zur Verfügung. Er wird für die wachsende Zahl der Krippenkinder noch geringfügig umgestaltet.

Von Kim Gallop