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Pattensen Lärm an der K226: Ehepaar sammelt Unterschriften
Umland Pattensen Lärm an der K226: Ehepaar sammelt Unterschriften
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17:18 14.03.2019
Direkt am Grundstück von Tatjana und Dr. Stefan Pohl verläuft die Entlastungsstraße (K226). Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

 Zuerst haben es Tatjana Pohl und Dr. Stefan Pohl gar nicht so gemerkt. Als das Ehepaar im Herbst 2015 den Neubau an der Warschauer Straße im Neubaugebiet Pattensen-Mitte-Nord bezogen hatte, klopfte und hämmerte es überall. Im eigenen Haus wurde gewerkelt, aber auch auf den Nachbargrundstücken. „Aber schon in 2016 haben wir gemerkt: Hier stimmt etwas nicht“, sagt Stefan Pohl. Inzwischen leidet das Ehepaar so sehr unter dem Lärm der sogenannten Entlastungsstraße, der Kreisstraße 226, dass das Paar bei den Nachbarn Unterschriften sammelt. Die Pohls hoffen, dass die Stadt Pattensen und die Region Hannover mit Lärmschutzmaßnahmen Abhilfe schaffen können.

Als sie die Pläne für ihr Haus gesehen haben, haben die Käufer auch den Straßenverlauf registriert. Der Bauträger habe die Entlastungsstraße aber als „unbedeutende Nebenstraße“ bezeichnet, berichtet Stefan Pohl. „Aber es ist so laut im Haus, als ob die Autos durchs Wohnzimmer fahren“, sagt er. „Dafür zieht man nicht aufs Land.“ Die K226 verläuft direkt an den Grundstücken, teilweise hinter einer Wand aus Metall. Die Anlieger haben geprüft, ob sie eine Chance haben, gegen den Bauträger vorzugehen. Ein Gutachter hielt das aber für wenig aussichtsreich.

Deshalb statteten die Pohls ihr Haus mit Dämmung und zusätzlichem Lärmschutz aus. Die Wände zur K226 hin sind mehr als 16 Zentimeter dick. Selbst Dreifachverglasung hat aber nach Auskunft des Paares „nicht viel gebracht“.

Der Schallschutz an den Fenstern zur Straße ist mehr als 16 Zentimeter dick. Quelle: Kim Gallop

Schließlich haben sich die Pohls an die Region gewandt mit der Bitte, zur Minderung des Verkehrslärms die erlaubte Geschwindigkeit auf der K226 von 70 auf 50 Kilometer in der Stunde zu beschränken. Doch die Region hat das abgelehnt. In dem Antwortschreiben hat die Region ausgeführt, dass die Geschwindigkeit auf der K226 tatsächlich häufig überschritten werde: 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer seien mit 88 Kilometern in der Stunde unterwegs. Dies sei ein Zeichen dafür, dass schon die Beschränkung auf Tempo 70 von den Nutzern nicht akzeptiert werde. „Eine Akzeptanz der 50 Kilometer in der Stunde wird demnach ebenfalls nicht stattfinden“, heißt es weiter. Außerdem, so die Region, sei die K226 als Umgehungsstraße so konzipiert, dass der Ortskern von Pattensen vom Verkehr entlastet wird.

Inzwischen haben die Pohls angefangen, Unterschriften bei ebenfalls betroffenen Nachbarn in der Warschauer, Stockholmer und Dubliner Straße zu sammeln. Außerdem hatten sie ein persönliches Gespräch mit Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann und dem Ersten Stadtrat Axel Müller. Dabei hat Schumann angekündigt, dass die Stadt eine Verkehrsmessung an der K226 plant. Die Pohls hoffen, dass die Stadt dann auf die Region Einfluss nimmt, damit an der Straße etwas gegen den Lärm unternommen wird: etwa eine Tempobeschränkung und die Installation eines Blitzers.

Auf Anfrage bestätigte Stadtsprecherin Andrea Steding, dass von Mitte März für gut vier Wochen an der K226 gemessen wird: Gemessen wird Tag und Nacht die Zahl der Fahrzeuge, ob es Personenkraftwagen oder Lastwagen sind und wie schnell gefahren wird. Je nach Ergebnis, werde die Stadt eventuell mit der Region über Tempokontrollen sprechen. Der Verkehrsfluss solle aber nicht behindert werden. „Es ist der klare Wunsch der Stadt, dass der Verkehr auf der Umgehungsstraße geführt wird und nicht durch den Ort“, sagte Steding.

Direkt am Garten verläuft die Entlastungsstraße (K226) in Pattensen. Quelle: Kim Gallop

Von Kim Gallop

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