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Pattensen Zukunft der Leinetalschule: Ausschuss verschiebt Entscheidung
Umland Pattensen

Pattensen: Leinetalschule in Jeinsen: Fachausschuss verschiebt die Entscheidung

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18:08 27.06.2019
Die Leinetalschule (Bild) in Jeinsen soll geschlossen werden. Der Schulausschuss will die Entscheidung verschieben. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Der Schulausschuss will die Entscheidung über die Schließung der Leinetalschule in Jeinsen verschieben. Nach der Sommerpause soll weiter über die Zukunft der kleinen Grundschule diskutiert werden. Dabei sollen die Bürger beteiligt werden. Das ist Ergebnis der beinahe dreistündigen Beratung im Schulausschuss am Mittwochabend. Die Sitzung im Rathaus war mit mehr als 30 Zuhörern sehr gut besucht. Ausschussvorsitzender Matthias Friedrichs (SPD) gab auch den Gästen Zeit, sich zu Wort zu melden. Am Donnerstagabend geht es im Finanzausschuss weiter, am Dienstag nicht öffentlich im Verwaltungsausschuss, und am Mittwoch, 3. Juli, soll der Rat beschließen.

Verwaltung will Umwandlung der Leinetalschule in Kita

Die Stadtverwaltung von Pattensen schlägt vor, die Leinetalschule zu schließen und das Gebäude in eine Kita umzuwandeln. Denn Kita-Plätze werden dringend gebraucht. In Schulenburg soll eine neue und größere Grundschule gebaut werden, in die dann auch die Kinder aus Jeinsen, Vardegötzen und Thiedenwiese gehen sollen.

Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD) wies auf die Frage der Wirtschaftlichkeit hin. Zwei kleine Schulen zu unterhalten, sei teurer, als eine größere, sagte sie. Sylvia Düring vom Sachgebiet Schulen sprach auch die vorausgesagten sinkenden Schülerzahlen an, an denen es viel Kritik gab. Laut Stadt wird die Jeinser Schule auf lange Sicht klein bleiben. Düring betonte, dass die Stadt die Schülerzahlen für Jeinsen und Schulenburg nochmals überprüft habe. „Die Zahlen sind so richtig“, sagte sie.

Bürgermeisterin: Gebäude der Jeinser Grundschule ist nicht für Inklusion geeignet

Schumann hatte die geplante Schließung der Leinetalschule auch mit den Anforderungen der Inklusion begründet. Die Kommunen müssen bis 2024 alle Schulen barrierefrei ausbauen. Auf mehrfache Nachfragen sagte die Bürgermeisterin: „Das Gebäude in Jeinsen ist für die Inklusion nicht geeignet. Ein angebauter Fahrstuhl reicht nicht aus.“ Die Schule soll auch für ein sehbehindertes, blindes oder taubes Kind geeignet sein.

Auch dem Vorschlag, Jeinsen aus Außenstelle von Schulenburg weiterzuführen, erteilte Schumann eine Absage. „Wir sind gehalten, auch bei Außenstellen die gleichen baulichen Voraussetzungen zu schaffen“, sagte sie.

Entscheidung wird verschoben

Georg Thomas (CDU) beantragte schließlich, dass der Schulausschuss nur über einen Teil der Drucksache, die in mehrerer Punkte aufgeteilt ist, beschließen soll. Der Punkt zur Schließung der Leinetalschule sollte dabei verschoben werden. Es folgten einige weitere Beratungen zwischen den Ausschussmitgliedern, bei denen es um die Schaffung von zusätzlichen Kita-Plätzen ging, aber auch um die anstehenden Beschlüsse zum Nachtragshaushalt. Letztlich wurde ein gemeinsamer Antrag formuliert, in dem die Entscheidung zur Leinetalschule verschoben wird. Dieser Antrag wurde einstimmig empfohlen.

Mehr zur Diskussion um die Leinetalschule:

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Von Kim Gallop

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