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Pattensen Schließung Leinetalschule: Schumann nimmt Stellung zu Kritik
Umland Pattensen

Pattensen: Leinetalschule in Pattensen-Jeinsen: Bürgermeisterin Ramona Schumann nimmt Stellung zu Kritik

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19:35 09.07.2019
Antwortet auf die Kritik: Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann. Quelle: Daniel Junker (Archiv)
Pattensen/Jeinsen

Mit einer öffentlichen Erklärung hat Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann auf Kritik an ihrem Umgang mit dem Thema Schließung der Leinetalschule in Jeinsen reagiert. Die Stadtverwaltung hatte vorgeschlagen, die Grundschule in Jeinsen zu schließen und das Gebäude als Kindertagesstätte zu nutzen. Es werden im Stadtgebiet dringend weitere Kita-Plätze gebraucht. Im benachbarten Schulenburg soll die dortige marode Grundschule durch einen Neubau ersetzt werden – so groß, dass dort auch die Kinder aus Jeinsen, Vardegötzen und Thiedenwiese zur Schule gehen könnten. Die Schulschließung hatte enormen Protest hervorgerufen – bei Eltern, vielen anderen Jeinsern, aber auch bei der Politik. Bei der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause wurde dieser Punkt auf die Zeit nach den Ferien verschoben.

Schumann wehrt sich nun unter anderem gegen den Vorwurf, sie habe die Idee, den Schulstandort Jeinsen aufzugeben, „im Alleingang“ entwickelt. Nach ihrer Darstellung ist der Themenkomplex rund um Jeinsen und Schulenburg aus den Beratungen der Arbeitsgruppe (AG) Stadtentwicklung entstanden.

Der AG gehören Vertreter der Ratsfraktionen sowie der Verwaltung an, die Sitzungen sind nicht öffentlich. Die AG habe die Aufgabe, Ideen und Konzepte zur weiteren Stadtentwicklung zu erarbeiten und dem Rat Empfehlungen über die weitere Beschlussfassung auszusprechen, erläuterte Schumann.

Zur Arbeit der AG sagte Schumann: „Ich persönlich habe nicht an jeder einzelnen Sitzung teilgenommen. Ich weiß aber, dass mit großem Engagement an einer Lösung gearbeitet wurde, die über eine Legislaturperiode hinaus gehen sollte.“ Sie selbst habe, nachdem ihr das Konzept der AG vorgestellt worden sei, ihr Einverständnis signalisiert und trage nach wie vor dieses Gesamtkonzept mit.

Wirtschaftliche Gründe: Kita müsste nicht neu gebaut werden

Die Entscheidung habe zunächst wirtschaftliche Gründe, erläuterte sie. Man reduziere zwei Schulgebäuden auf eines und erhalte ein Kitagebäude für bis zu 100 Kinder, das dann nicht neu gebaut werden muss.

Intern sei der gesamte Komplex, in den auch die Bereitstellung von Kita-Plätzen für Hüpede hineinspielt, in der AG sehr intensiv beraten worden. „Am Ende lautete der Auftrag an die Verwaltung, die anhand dieser Unterlagen zu treffenden Beschlüsse vorzubereiten.“ Sie sollten nach Vorstellung der Verwaltung in der Ratssitzung am 3. Juli getroffen werden. Sie sagte mit Blick auf den Rat: „Entscheidungen trifft von uns keiner allein, am Ende bin ich eine von 31.“

Schumann hat über den Zeitplan für das weitere Vorgehen informiert: Der Workshop soll nach dem 15. August stattfinden, die Einladungen dazu sollen nach den Sommerferien rausgehen. Nach dem 31. August soll eine neue Drucksache zum Themenkomplex Kita- und Grundschullandschaft erstellt und intern sowie öffentlich beraten werden. Die endgültigen Beschlüsse sollen in der Ratssitzung am 26. September gefasst werden.

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Interne Beratungen von Politik und Verwaltung gab es offenbar seit Ende 2018, doch erst Mitte Juni war der Vorschlag öffentlich geworden, die Leinetalschule Jeinsen zu schließen. In und um Jeinsen war das Entsetzen groß, Eltern gründeten eine Initiative. Die CDU hat der Bürgermeisterin vorgeworfen, die Schließung der Leinetalschule sei ein Alleingang von Schumann. Der Rat verschob schließlich den Beschluss über die Zukunft der Grundschule in Jeinsen auf die Zeit nach der Sommerpause.

Von Kim Gallop

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