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Pattensen Mehr Geld für das Mehrgenerationenhaus
Umland Pattensen

Pattensen: Mehrgenerationenhaus: Bund gibt mehr Geld

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15:00 26.11.2019
Sind regelmäßig im offenen Treff zu Gast: Luise Wartenberg (von links), Ann-Christin Henkel und Katharina Krolik. Der einjährige Richard blickt neugierig in die Kamera. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen-Mitte

Die Finanzierung der meist zahlreichen Projekte in Mehrgenerationenhäusern ist nie einfach. Davon weiß Annette Köppel aus Erfahrung zu berichten. Der Verein Mobile hat 2003 unter ihrer Leitung das erste öffentlich geförderte Mehrgenerationenhaus in Niedersachsen an der Göttinger Straße in Pattensen eröffnet. Heute gibt es in Niedersachsen 67 Mehrgenerationenhäuser – und bundesweit 540. „Wir müssen für jedes Projekt immer wieder Förderanträge stellen und dann warten, ob sie genehmigt werden oder nicht“, sagt Köppel.

Förderung steigt um 10.000 Euro

Zumindest für das Jahr 2020 gibt es jetzt eine Entlastung: Der Bund wird die Förderung jedes Mehrgenerationenhauses von 30.000 auf 40.000 Euro aufstocken. Die Einrichtung in Pattensen erhält zusätzlich noch jeweils 5000 Euro vom Land und von der Stadt.

„Seit dem Jahr 2006 lag die Förderung bei 30.000 Euro und wurde nicht erhöht. Wir hoffen jetzt, dass die Fördersumme auch künftig bei 40.000 Euro bleibt“, sagt Köppel. Sicher sei das nicht. Die Förderung ist zunächst nur auf das kommende Jahr beschränkt. Paloma Miersch, Referatsleiterin im Bundesfamilienministerium, kündigt allerdings bereits an: „Wir werden die Förderung von 40.000 Euro in den Bundeshaushalt 2021 und die mittelfristige Finanzplanung einbringen.“

Zahl der Aufgaben im Mehrgenerationenhaus steigt

Köppel freut sich. „Darauf hat das Bundesnetzwerk der Mehrgenerationenhäuser immer gedrängt“, sagt sie. Die Zahl der Aufgaben und damit auch die Belastung der hauptamtlichen Mitarbeiter sei in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. „Doch die Bezahlung blieb immer gleich“, sagt Köppel.

Sie sieht die erhöhte Fördersumme auch als Signal, das die gesellschaftliche Bedeutung der Mehrgenerationenhäuser unterstreicht. Sie rät auch der Politik, sich regelmäßig in diesen Häusern zu informieren. „Zu uns kommen Besucher aller Altersklassen. Wir sind ganz nah dran an den Menschen und spüren gesellschaftliche Veränderungen schon früh“, sagt Köppel.

Paten des Mehrgenerationenhauses in Pattensen sind die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD). „Beide setzen sich sehr für uns ein“, sagt Köppel. Miersch begrüßt die Aufstockung der Fördersumme und teilt mit: „Ich freue mich sehr, dass auch die gute Arbeit, die das Mehrgenerationenhaus in Pattensen leistet, gewürdigt wird. Die Einrichtung leistet einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den generationsübergreifenden Dialog.“

Mehrgenerationenhaus sucht weitere Ehrenamtliche

Mehr als 100 ehrenamtliche Mitarbeiter sind für das Pattenser Mehrgenerationenhaus tätig. Sie betreuen zahlreiche Projekte wie zum Beispiel den offenen Treff am Vormittag und Nachmittag. „Der offene Treff ist das Herzstück unserer Einrichtung. Den gab es schon, bevor das Mehrgenerationenhaus offiziell geöffnet wurde“, sagt Köppel.

Unter den ehrenamtlichen Mitarbeitern sind auch viele Senioren. In den vergangenen Monaten haben einige von ihnen ihre Tätigkeit aus Altersgründen beendet. Koordinatorin Sylvia Ewerlin sucht deshalb neue Freiwillige, die unter anderem bei der Betreuung des offenen Treffs am Nachmittag montags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr helfen können. „Jeder kann über seinen Einsatz selbst entscheiden. Auch wenn jemand uns nur einen Tag im Monat unterstützen kann, freut uns das“, sagt sie. Interessenten melden sich bei Ewerlin unter der Telefonnummer (05101) 10 90 30 oder per E-Mail an sylvia.ewerlin@mobile-pattensen.de.

Angebot im offenen Treff wird erweitert

Köppel kündigt zudem an, dass das Angebot des offenen Treffs erweitert werden soll. „Wir wollen künftig an ausgewählten Tagen speziell Väter in Elternzeit einladen, die sich untereinander austauschen können. Denn immer mehr Väter nehmen jetzt auch die Elternzeit“, sagt Köppel.

Weiterhin soll es regelmäßig ein internationales Frühstück für Mütter mit Fluchterfahrungen geben. „Das sollen parallele Angebote sein. Weiterhin kann jeder jederzeit in den offenen Treff kommen“, sagt die Vorsitzende.

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