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Pattensen Nabu Pattensen will weitere Blühwiese anlegen
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Pattensen: Nabu Pattensen will weiter Blühfläche anliegen

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18:08 13.03.2020
Die vom Nabu angelegte Blühfläche in Jeinsen muss noch eingesät werden. Quelle: Kim Gallop
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Pattensen

Die Nabu-Arbeitsgruppe (AG) aus Pattensen blickt zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. „Wir haben ordentlich gearbeitet und viel Engagement gezeigt", resümiert Sprecher Thomas Volkert die Aktivitäten seit der Gründung im November 2018. Für dieses Jahr gelte es, daran anzuknüpfen. Ein wichtiger Aspekt bleibe das Thema Blühwiesen.

Im vergangenen Jahr seien dazu die Vorarbeiten angelaufen, berichtet Volkert. Insbesondere musste die Finanzierung mit dem Eigentümer geklärt werden: „Die Fläche muss schließlich aus der Bewirtschaftung rausgenommen werden“, begründet Volkert das. Dieser Teilaspekt sei inzwischen geklärt, dank der Blühpaten und Spender. Auf der ersten Blühfläche des Nabu in Jeinsen sollen Paten und Spender im Rahmen eines Saatgut streuen. Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.

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Biber verursacht Interessenkonflikte

Ein großes Thema sei der Biber, der sich derzeit „fröhlich vermehrt“, erzählt Volkert. Das führe zu einer Interessenskollision. Auf der einen Seite die Tierfreunde, die es begeistert, dass bedrohte Arten zurückkommen, auf der anderen Seite die Landwirte.

Denn „der Biber staut gerne mal Gräben auf, was dazu führen kann, dass landwirtschaftliche Flächen vernässen“, erläutert Volkert. Um eine zufriedenstellende Lösung für alle zu finden, plant der Nabu gemeinsam mit dem BUND und der ÖSM – der Ökologischen Station Mittleres Leinetal in Laatzen – eine Infoveranstaltung. Details würden auch hierzu noch bekannt gegeben, so Volkert.

Brachfläche am Fuchsbachpark ist wertvoller Lebensraum

In einer weiteren Angelegenheit sei die Stadt Pattensen auf den Nabu zugegangen. Dabei geht es um die Brachfläche, die an den Fuchsbachpark angrenzt. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem BUND soll über alternative Gestaltungsmöglichkeiten dieser Fläche gesprochen werden.

„Dort wächst einiges wild, was positiv ist. So wie sie jetzt ist, ist die Fläche wertvoller Lebensraum“, betont Volkert. Leider würde sie in den Augen vieler Bürger lediglich als ungepflegt gelten. Der Nabu halte es für sinnvoll, die Fläche weitgehend mit diesem vermeintlichen Wildwuchs zu erhalten. Die Gestaltung könnte aber an einigen Stellen optimiert beziehungsweise verschönert werden. Auch dazu laufen die Planungen.

Weiterhin würde das bekannte Volksbegehren Artenvielfalt Niedersachsen auch den Nabu Pattensen umtreiben. Anfang April, so Volkert, plane die Gruppe, sich auf lokaler Ebene an der Unterschriftensammlung zu beteiligen. Es gehe darum, mithilfe des Volksbegehrens ein Naturschutzgesetz in Kraft zu setzen, welches Insekten, Wirbeltiere und heimische Wildpflanzen schützen soll. Wie genau der Nabu in Pattensen vorgehen möchte, stehe noch nicht fest.

KGS soll Blühwiese bekommen

Ein weiteres Projekt sei die Zusammenarbeit mit einem Profilkurs der Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen. Ziel dabei sei es, auf einem Gelände, das an die Schule angrenzt, eine Blühwiese anzulegen.

Zur Nabu AG Pattensen gehören knapp 100 Mitglieder, darunter sind nach Volkerts Angaben 15 Aktive. Weitere Interessierte sind zum nächsten Treffen am Dienstag, 14. April, ab 19 Uhr in den Calenberger Hof an der Göttinger Straße eingeladen. Die offenen Treffen finden immer am zweiten Dienstag im Monat statt.

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Von Janna Silinger

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