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Pattensen Neuer Radweg zur KGS weist scharfe Kurven auf
Umland Pattensen Neuer Radweg zur KGS weist scharfe Kurven auf
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17:31 25.03.2019
Die Planung für einen Radweg zur KGS Pattensen (Bild) wird diskutiert. Quelle: Tobias Lehmann
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Pattensen-Mitte

Die Planung für einen neuen Radweg von der Dammstraße in der Altstadt von Pattensen-Mitte bis zur Ernst-Reuter-Schule (KGS) ist fertig. Allgemein ist die Freude groß, dass der von Bündnis 90/Die Grünen gestellt Antrag, der bereit 2016 im Rat von Pattensen beschlossen wurde, Wirklichkeit werden könnte. Erstaunen herrscht allerdings in den politischen Gremien über den kurvigen Verlauf des Weges,, der zweimal verschwenkt wird. Der Grund: Die Eigentümerin der angrenzenden Flächen möchte nicht, dass der Weg quer über ihren Grund und Boden verläuft.

Die Planung wurde im Ortsrat Pattensen-Mitte und im Bauausschuss von Diana Bergmann, Bauingenieurin bei der Stadt, vorgestellt. Der Weg soll eine bessere Anbindung bieten und die Verkehrssicherheit erhöhen. Der etwa 700 Meter lange Radweg soll zwischen 2,50 und 3,50 Meter breit ausgebaut werden und eine Asphaltdeckschicht erhalten. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, ist eine durchgehende Beleuchtung geplant. Andreas Ohlendorf (SPD) schlug im Ortsrat eine Solarbeleuchtung vor. Diese Möglichkeit werde derzeit noch geprüft, sagte Bergmann.

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„Ich finde die Wegführung suboptimal“, sagte Ortsratsmitglied Axel Steding (SPD). Außerdem kritisierte er die Summe von knapp 300.000 Euro für Planung und Bau als zu hoch. Axel Müller, Erster Stadtrat und Leiter des Baubereichs, erläuterte, dass möglichst vorhandene Wege genutzt werden sollten. „Sonst haben wir wieder Probleme mit dem Feldhamster“, sagte er. Außerdem werde die Stadt öffentliche Zuschüsse für den Bau beantragen. Ortsbürgermeister Günter Bötger (CDU) ergänzte, dass die Grundstückseigentümerin, die einen Teil ihrer Fläche hergeben wird dieses abgelehnt hätte, wenn der Radweg ihre Felder diagonal zerschnitten hätte.

So soll der Radweg zwischen der Dammstraße zur KGS Pattensen geführt werdem. Quelle: HAZ-Grafik: bd

Im Bauausschuss äußerte sich Claus Vorwerk vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) erfreut, dass der Plan umgesetzt werden soll. Er sorgte sich allerdings um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern. „Die Schüler fahren oft zu fünft nebeneinander, Fußgänger am Schäferkampf müssen sehr aufpassen“, sagte er. Müller erklärte, dass der Radweg kein Gehweg sei. Aber es sei genügend Platz vorhanden, dass Fußgänger ausweichen könnten. Außerdem sei freie Sicht. „Das ist am Schäferkamp anders.“ Der Schäferkamp ist ein reiner Fußweg, der aber von vielen Schülern dennoch als Radweg genutzt wird. Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Ebenfalls im Sinne der Sicherheit plädierte Jörg Walkowiak (SPD) im Bauausschuss dafür, auf eine Solarbeleuchtung zu verzichten. „Solarleuchten funktionieren häufiger nicht, Kabel ist zuverlässiger“ , sagte er.

Ortsrat und Bauausschuss haben die Drucksache zum Radwegbau letztlich mit Mehrheit empfohlen. Das letzte Wort hat der Rat am Donnerstag, 28. März.

Von Kim Gallop