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Pattensen Pakete landen immer wieder im Garten
Umland Pattensen

Pattensen: Pakete für Geschäftsmann landen immer wieder im Garten

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18:04 11.08.2019
Die Kellertreppe ist ein bei den Zustellern besonders beliebter Ablageort, wie die Benachrichtigungen beweisen, die Andreas Amendt aufbewahrt hat. Quelle: Thomas Böger
Pattensen-Mitte

Andreas Amendt ist sauer: Ständig werden an ihn adressierte Paketlieferungen an unterschiedlichen Stellen auf seinem Grundstück in Pattensen abgelegt, obwohl er nie einen sogenannten Garagenvertrag, eine generelle Abstellgenehmigung, unterschrieben habe, wie er versichert. Kürzlich sei sogar eine Sendung im Wert von rund 800 Euro abhanden gekommen, berichtet Amendt. Es habe erheblichen Aufwand bedeutet, von dem Zustelldienst – in diesem Fall DHL – Ersatz zu erhalten.

Amendt, hauptberuflich in der Medizinischen Hochschule Hannover beschäftigt, betreibt nebenbei eine Tauchschule und bekommt deshalb relativ viele Pakete. 25 bis 40 Stück seien es im Monat. Oft ist er nicht zu Hause, wenn diese zugestellt werden. Doch statt bei einem der Nachbarn zu klingeln, legen die Paketboten die Sendungen meist irgendwo auf dem Grundstück ab. Besonders beliebt ist die Kellertreppe. „Ich habe aber auch schon einen Karton in der Altpapiertonne gefunden“, sagt Amendt. Wenn er die Benachrichtigung nicht rechtzeitig gefunden hätte – etwa wegen einer mehrtägigen Abwesenheit –, wäre die Sendung möglicherweise im Abfall gelandet, sagt der Unternehmer.

Vor seinem Kellereingang findet Andreas Amendt immer wieder Pakete, die nicht ordnungsgemäß zugestellt wurden. Quelle: Thomas Böger

Fremde Leute betreten den Garten

In einem anderen Fall hat ein Fahrer auch schon mal eine Lieferung im Gartenhaus abgestellt und auf der Benachrichtigung „Schuppen“ vermerkt. „Das ist eine Dreistigkeit“, empört sich Amendt darüber, dass der Zusteller einfach in ein Gebäude auf dem Grundstück eingedrungen ist. Für ihn ist die Ablage auf der Treppe oder vor dem Kellerfenster deshalb besonders problematisch, weil sein Eckgrundstück von manchen Ortskundigen offenbar als Abkürzung genutzt und dazu hinter dem Haus überquert wird. „Wir haben hier häufiger fremde Leute im Garten“, schildert er die Situation, die es auch für Nachbarn schwierig mache, zwischen berechtigten und unberechtigten Personen zu unterscheiden.

Amendt hat sich deshalb mehrfach an verschiedene Paketdienste gewandt und ihnen mitgeteilt, dass er keine Ablage auf seinem Grundstück wünsche. Schließlich seien die Lieferungen mit Tauchutensilien manchmal mehrere Tausend Euro wert. Im Fall des kürzlich verschwundenen Pakets habe er bei seinem Lieferanten nachgefragt, und der habe ihm eine angebliche Quittung des Zustellers präsentiert. „Das war eindeutig weder meine Unterschrift noch die meiner Frau“, sagt der Tauchlehrer. Nachdem er sowohl DHL als auch dem Lieferanten gegenüber schriftlich versichert hatte, das Paket nicht erhalten zu haben, habe DHL schließlich den Ersatz bezahlt – nach vier Wochen.

Auf Nachfrage der Redaktion bei drei Paketdiensten erklärten die jeweiligen Pressesprecher, sie bräuchten Sendungsnummern, um den Vorwürfen nachgehen zu können. Diese haben sie inzwischen bekommen, konnten die Zusteller aber – zum Teil wegen Urlaubs – noch nicht dazu befragen. Zumindest der Hermes-Sprecher betonte aber, dass Pakete nicht einfach in Gärten abgelegt werden dürften, sonst „handelt der Zusteller zuwider klarer Arbeitsanweisungen“.

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