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Pattensen Rechtsextreme Aufkleber an Masten und Schildern entdeckt
Umland Pattensen Rechtsextreme Aufkleber an Masten und Schildern entdeckt
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17:14 15.03.2019
Die Werbung für die Identitäre Bewegung ist nicht mehr zu lesen. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

Der Aufkleber wirbt mit dem Schlagwort „Sturmfest Erdverwachsen“ und einem Logo, das an ein Hakenkreuz erinnert, für die „Identitäre Bewegung Niedersachsen“. Identitäre Gruppen sehen Europa von einer Islamisierung bedroht und werden von Fachleuten dem Rechtsextremismus zugeordnet. Viele Lampenmasten, Straßenschilder und Trafokästen in der Altstadt von Pattensen rund um den Marktplatz sind mit solchen Aufklebern versehen. „Das ist der Schulweg, die Schüler sind damit konfrontiert“, sagt ein Anwohner verärgert. Er habe selber schon versucht, einige der anstößigen Sticker abzukratzen. Aber das sei gar nicht so einfach, außerdem seien manche ohne Leiter gar nicht zu erreichen.

Sehr heimatverbunden gibt sich die Werbung für die Identitäre Bewegung. Quelle: Kim Gallop

Tatsächlich sind einige der Aufkleber, die vor etwa einer Woche in großen Mengen aufgetaucht sind, schon so zerkratzt, dass sie nicht mehr lesbar sind. Außerdem gibt es eine Reihe von Aufklebern mit gegenläufigen Botschaften, etwa solche die sich gegen Antisemitismus oder gegen Schwulenhass aussprechen.

Ein Sticker richtet sich gegen Schwulenhass. Quelle: Kim Gallop

In Pattensen sind in den vergangenen Jahren immer wieder Aufkleber mit radikalen politischen Botschaften oder auch Schmierereien aufgetaucht – in der Altstadt, am ZOB und auch am Gelände der Ernst-Reuter-Schule (KGS). Zuletzt waren im November am Burgweg Hakenkreuze und SS-Runen entdeckt worden. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise waren Parolen auf solchen Aufklebern, die sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen wandten.

Auf Anfrage sagte am Freitag Stadtsprecherin Andrea Steding, dass das Bekleben und Beschmieren von fremdem Eigentum eine Sachbeschädigung sei. Die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs würden die Aufkleber entfernen, wo immer sie welche entdecken. Allerdings sei häufig ein Klebstoff eingesetzt worden, der sich nicht leicht lösen lasse, ergänzte Steding. Außerdem werde die Stadt den Energieversorger Avacon informieren, dass mehrere Trafokästen beschmiert sind.

Von Kim Gallop

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